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Ölmarkt im Fokus - Brent C.O. bleibt (noch) in Lauerstellung

11:13 Uhr 07.03.2019
MarkttrendTitel070319

Unsere letzte Kommentierung zu Brent C.O. hatten wir am Montag (04.03.) noch mit "Brent C.O. steht vor richtungsweisender Handelswoche" übertitelt. Die ersten wichtigen Daten in Bezug auf den Ölmarkt liegen mittlerweile auf dem Tisch, doch von einem richtungsweisenden Impuls scheint Brent C.O. noch immer weit entfernt zu sein.

Der Ölmarkt befindet sich in einer ambivalenten Gemengelage. Abgesehen von diversen politischen Einmischungsversuchen steht auf der einen Seite die rigorose Förderpolitik der OPEC+, die auf eine deutliche Reduzierung des Angebots setzt und so die Ölpreise stützt bzw. stützen soll. Darüber hinaus wird der Ölmarkt noch immer von der Hoffnung auf einen baldigen erfolgreichen Abschluss der Handelsgespräche zwischen den USA und China getragen. Auf der anderen Seite belasten ein schwieriges konjunkturelles Umfeld sowie eine überaus robuste Entwicklung der US-Ölproduktion die Ölpreise.

Die Hoffnung auf einen baldigen erfolgreichen Abschluss der Handelsgespräche zwischen den USA und China trägt die Aktienmärkte und auch die Ölpreise bereits seit geraumer Zeit. Doch der "Zauber" scheint in seiner Wirkung auf die Märkte so langsam zu verfliegen. Nun müssen Ergebnisse her, um weitere Impulse zu setzen. Wie angespannt die Lage unter konjunkturellen Aspekten ist, lässt sich an den jüngsten Nachrichten zu diesem Thema ablesen. So formulierte beispielsweise die chinesische Führung im Rahmen des aktuell stattfindenden Volkskongresses für 2019 nur ein vorsichtiges Wachstumsziel von 6,0 bis 6,5 Prozent, was unter denen der Vorjahre liegt. Gestern (Mittwoch, 06.03.) veröffentlichte die US-Notenbank ihr Beige Book, eine Einschätzung zur konjunkturellen Lage in den USA. Die Einschätzungen der FED waren von Zurückhaltung geprägt. Zudem senkte ebenfalls gestern die OECD ihre Wachstumsprognose für die Eurozone. Doch nicht nur das aktuelle konjunkturelle Umfeld raubt den Ölpreisen derzeit ein wenig die Luft. Die Entwicklung der US-Rohöllagerbestände sorgte jüngst mit einem deutlichen Anstieg (+7,0 Mio. Barrel) für ebenfalls einen Dämpfer. Der Markt hatte hier einen deutlich moderateren Anstieg erwartet. Darüber hinaus bleibt die US-Rohölproduktion weiterhin Gesprächsthema respektive Belastungsfaktor. Die Energy Information Administration (EIA) gab die für die Woche zum 01.03. die US-Ölproduktion unverändert mit 12,1 Mio. bpd an.

Der morgige Freitag (08.03.) könnte dem Ölmarkt noch Impulse geben. Neben dem eminent wichtigen US-Arbeitsmarktbericht für Februar steht auch die Veröffentlichung der Daten zur Anzahl der aktiven US-Ölproduktionsanlagen durch den US-Ölfeldserviceanbieter Baker Hughes an.

Aus charttechnischer Sicht bleibt es dabei. Der Markt wartet auf frische Signale. Brent C.O. kann das ehemalige Ausbruchsniveau von 63,5 US- Dollar weiterhin verteidigen und bewegt sich unverändert in einer Handelsspanne in den Grenzen 65,0 US-Dollar und 67,5 US-Dollar.


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