CLEVER HANDELN
Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Hier klicken

Audi: «Dieselgate»-Aufarbeitung dauert länger als geplant

18:35 Uhr 29.09.2018
Audi-Emblem
Laut Bram Schot, dem kommissarischen Audi-Vorstandschef, gibt es wegen der Umstellung auf den neuen Abgas- und Verbrauchsprüfstandard WLTP Produktionsausfälle bei dem Autobauer. Foto: Uli Deck

Ingolstadt (dpa) - Bei Audi dauert die interne Aufarbeitung des Dieselskandals länger als gedacht. «Die Diesel-Taskforce gibt es immer noch», sagte Entwicklungsvorstand Peter Mertens dem Branchenblatt «Automobilwoche».

Der inhaftierte und beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler hatte im Dezember 2017 angekündigt, die Taskforce werde bald aufgelöst. «Im ersten Quartal 2018 sind voraussichtlich alle Motor/Getriebe-Kombinationen geprüft», hatte er damals gesagt.

Mertens sagte nun: «Anfang Juli haben wir ein wichtiges Etappenziel in der Aufarbeitung der Dieselkrise erreicht. Wir haben die internen technischen Analysen unserer VTDI-Motoren abgeschlossen.» Die Taskforce war im September 2015 nach der Entdeckung des Dieselskandals bei der Audi-Mutter Volkswagen gegründet worden. Mertens betonte, der Autobauer habe «gravierende organisatorische Änderungen» vorgenommen, damit ein solcher Skandal nie wieder vorkomme.

Der VW-Aufsichtsrat hatte am Freitag eine Entscheidung über Stadlers Zukunft vertagt und will an diesem Dienstag weiter diskutieren. Die Ermittlungsbehörden werfen dem Audi-Chef vor, nach Bekanntwerden der Abgasbetrügereien den Verkauf von Dieselautos mit falschen Abgaswerten zugelassen zu haben. Dabei habe er von den Manipulationen gewusst oder sie bewusst ignoriert. Derzeit leitet Vertriebsvorstand Bram Schot das Unternehmen als kommissarischer Vorstandschef.

Wegen der Umstellung auf den neuen Abgas- und Verbrauchsprüfstandard WLTP gebe es Produktionsausfälle bei Audi, sagte Schot der «Heilbronner Stimme». Grundsätzlich sehe er eine sinkende Nachfrage nach Limousinen wie den Audimodellen A6, A7 und A8, die in Neckarsulm produziert werden. «Das Segment an sich ist schwierig», sagte er. Schot setzt auf Elektromobilität. Für den e-tron, das erste Audi-Elektroauto, lägen bereits 15.000 Reservierungen vor.

Im Artikel enthaltene Wertpapiere
Wertpapier ISIN Letzter Kurs Performance
VOLKSWAGEN Aktienkurs DE0007664005 139,20 € 0,22 %
VW Aktienkurs DE0007664039 142,70 € -0,89 %
AUDI Aktienkurs DE0006757008 702,00 € -
Jetzt mitmachen: Aktuelle börsennews.de Umfrage
Die CSU hat bei der Wahl am Sonntag einen herben Rückschlag erlitten. Finden Sie, dass Horst Seehofer und Markus Söder dafür die Konsequenzen tragen sollten?
Der "Märkte am Mittag"-Newsletter
  • Täglich aktuelle Topnews
  • Die wichtigsten Aktien im Überblick
  • Exklusive Hintergrundanalysen

 
News-Diskussion (0 Beiträge)
Bitte ignorieren! Wenn Sie diese Felder sehen, füllen Sie diese bitte NICHT aus!
Nachricht
Sie müssen eingeloggt sein, um an dieser Diskussion teilzunehmen.
  • Keine Beiträge vorhanden!