CLEVER HANDELN
Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Hier klicken

Bundesbank: Einbruch der Immobilienpreise wäre zu verkraften

13:56 Uhr 29.06.2018
Die Bundesbank hat schon mehrfach auf Überbewertungen bei Wohnimmobilien vor allem in Ballungsräumen hingewiesen. Foto: Bernd Settnik

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands Banken würden nach Einschätzung der Bundesbank auch einen kräftigeren Einbruch der teils extrem gestiegenen Immobilienpreise verkraften.

Zwei Forschungsarbeiten der Notenbank kommen zu dem gemeinsamen Ergebnis, dass die Kreditinstitute «ausreichend kapitalisiert sind, um einem Rückgang der Immobilienpreise um 30 Prozent standzuhalten, ohne in Schieflage zu geraten». Auch Mindestkapitalanforderungen der Aufseher würden in einem solchen Fall nicht verletzt, schreiben die Ökonomen in ihrer am Freitag veröffentlichten Ausarbeitung.

Kredite für Häuser und Wohnungen machen den Angaben zufolge rund 30 Prozent der gesamten Kreditvergabe aus. Ausfälle in diesem Bereich könnten daher zu beträchtlichen Verlusten bei Banken führen. Die Volkswirte simulierten, was passieren würde, wenn zeitgleich zu einem Rückgang der Immobilienpreise die Arbeitslosenquote auf fast acht Prozent steigen würde. Betrachtet wurde ein Zeitraum von drei Jahren (2017-2019). Als Datengrundlage diente zum einen die Niedrigzinsumfrage von Bundesbank und Bafin aus dem vergangenen Jahr, zum anderen wurden Daten aus dem Meldewesen der Bundesbank herangezogen, die regelmäßig erhoben werden.

Die Bundesbank hatte wiederholt auf Überbewertungen von schätzungsweise 15 bis 30 Prozent bei Wohnimmobilien vor allem in Ballungsräumen hingewiesen. Eine gefährliche Preisblase sehe sie aber nicht. Niedrige Hypothekenzinsen und große Nachfrage treiben seit Jahren die Preise für Häuser und Wohnungen in die Höhe.

Bundesbank-Research-Brief

Monatsberichte Bundesbank

Bundesbank zu Ergebnissen der Zinsumfrage 2017

Jetzt mitmachen: Aktuelle börsennews.de Umfrage
Die CSU hat bei der Wahl am Sonntag einen herben Rückschlag erlitten. Finden Sie, dass Horst Seehofer und Markus Söder dafür die Konsequenzen tragen sollten?
Der "Märkte am Mittag"-Newsletter
  • Täglich aktuelle Topnews
  • Die wichtigsten Aktien im Überblick
  • Exklusive Hintergrundanalysen

 
News-Diskussion (0 Beiträge)
Bitte ignorieren! Wenn Sie diese Felder sehen, füllen Sie diese bitte NICHT aus!
Nachricht
Sie müssen eingeloggt sein, um an dieser Diskussion teilzunehmen.
  • Keine Beiträge vorhanden!