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Deutsche Firmen sind nicht auf No-Deal-Brexit vorbereitet

11:17 Uhr 06.11.2018
Britische Grenze
Noch ist das Reisen einfach: Grenzbeamte am Londoner Flughafen Heathrow unter einem Grenzschild. Foto: Andrew Cowie/EPA

Köln (dpa) - Die Mehrheit der deutschen Unternehmen ist einer Studie zufolge nicht auf einen ungeordneten Brexit vorbereitet. Fünf Monate vor dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU haben 60 Prozent der Firmen hierzulande keine Vorkehrungen für ein No-Deal-Szenario getroffen.

Knapp ein Viertel der 1110 befragten Unternehmen aus Industrie und industrienahen Dienstleistungen sei zumindest in geringem Maß vorbereitet, ergab eine Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Etwas besser aufgestellt sind Firmen, die nach Großbritannien exportieren. Hier geben zwar knapp 29 Prozent an, vollkommen unvorbereitet zu sein. Fast 44 Prozent hätten aber zumindest geringe Vorkehrungen getroffen. «Wirklich gut präparierte Unternehmen sind auch hier nur (wichtige) Einzelfälle», heißt es in der Studie. Als «in hohem Maß» vorbereitet bezeichneten sich nur 2,7 Prozent der Firmen mit UK-Exporten.

Großbritannien will Ende März 2019 die EU verlassen. Sollten die Brexit-Verhandlungen scheitern, wären Zölle und Kontrollen an den Grenzen wohl unumgänglich. Dies könnte gravierende Auswirkungen auf den Handel mit Waren und Dienstleistungen haben. Unter anderem wäre aufgrund von Zollkontrollen mit erheblichen Verzögerungen im Grenzverkehr zu rechnen.

Bei den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU gibt es immer noch keinen Durchbruch. Knackpunkt ist die Frage, wie die Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland offen gehalten werden kann, um politische Spannungen zu vermeiden.

Homepage Institut der deutschen Wirtschaft

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