CLEVER HANDELN
Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Hier klicken

Grüne fordern neue Einweg-Abgabe und einfacheres Pfandsystem

13:19 Uhr 28.08.2018
Pfandflaschen
Pfandflaschen in einem Container: Die Grünen wollen Ausnahmen im deutschen Pfandsystem abschaffen. Foto: Patrick Seeger

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen Berge von Plastikmüll fordern die Grünen eine Vereinfachung des deutschen Pfandsystems und eine Abgabe auf Einweg-Flaschen für Getränke.

«Wir wollen die Pfandsysteme so vereinheitlichen, dass jeder Laden ab einer bestimmten Größe auch alle Flaschen zurücknimmt», heißt es in einem Aktionsplan gegen Plastikmüll, den Fraktionschef Anton Hofreiter vorstellte.

Dazu gehöre, das Pfandsystem auf alle Einweg-PET-Flaschen auszuweiten - unabhängig vom Inhalt. Bisher gibt es Ausnahmen, zum Beispiel für Fruchtsäfte. Mit den Einnahmen aus einer Einweg-Abgabe wollen die Grünen nationale und regionale Mehrweg-Projekte fördern.

Zudem unterstützen sie einen Vorschlag aus Brüssel, bestimmte Wegwerf-Produkte aus Plastik zu verbieten. «Dazu gehören etwa Einweg-Plastikgeschirr, Strohhalme, Watte- und Rührstäbchen oder Luftballonhalter», schreibt die Bundestagsfraktion. Für Einweg-Produkte, die von dieser Initiative nicht erfasst sind, fordert sie ebenfalls eine Abgabe - etwa auf Plastiktüten, Coffee-To-Go-Becher und Take-Away-Essensverpackungen.

Weiter fordern die Grünen im Bundestag, «eine Regulierung der Industrie, damit diese zum Beispiel vermehrt auf materialsparende Nachfüllbeutel setzt anstatt auf massive Plastikflaschen», wie es im Aktionsplan heißt. Auch «überdimensionierte Schummel-Verpackungen» will die Fraktion abschaffen, um die Müllberge zu verkleinern.

«Plastik gefährdet die Umwelt und die Gesundheit», sagte Hofreiter. «Wir müssen die Plastikflut bekämpfen. Wenn wir nicht schnell handeln, ist die Funktionsfähigkeit des Ökosystems Meer bedroht.»

Jetzt mitmachen: Aktuelle börsennews.de Umfrage
Deutschlands Regierung schlittert immer weiter in eine handfeste Krise. Nach der überraschenden Abwahl von Volker Kauder, soll nun die Bundeskanzlerin Merkel die Vertrauensfrage stellen. Finden Sie, das die Bundeskanzlerin Angela Merkel die Vertrauensfrage stellen sollte?
Der "Märkte am Mittag"-Newsletter
  • Täglich aktuelle Topnews
  • Die wichtigsten Aktien im Überblick
  • Exklusive Hintergrundanalysen

 
News-Diskussion (0 Beiträge)
Bitte ignorieren! Wenn Sie diese Felder sehen, füllen Sie diese bitte NICHT aus!
Nachricht
Sie müssen eingeloggt sein, um an dieser Diskussion teilzunehmen.
  • Keine Beiträge vorhanden!