CLEVER HANDELN
Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Hier klicken

Paketdienste experimentieren in Berlin mit Lastenrädern

19:45 Uhr 30.05.2018
Modellprojekt
Ab Juni startet ein Modellprojekt in Berlin: Paketkunden im Bezirk Prenzlauer Berg werden von einer zentralen Station aus mit Lastenrädern beliefert. Foto: Sina Schuldt

Berlin (dpa) - Paketlieferdienste setzen in Deutschland verstärkt auf umweltfreundlichere und leisere Alternativen bei der Zustellung. In Berlin wollen fünf große Lieferdienste Sendungen künftig per Fahrrad zustellen.

Für das Pilotprojekt nahmen sie am Mittwoch einen gemeinsamen Umschlagplatz im Stadtteil Prenzlauer Berg in Betrieb. Von dort wollen sie Pakete auf den letzten Kilometern mit Lastenrädern sauber und leise zum Empfänger bringen.

«Für den Umwelt- und Klimaschutz, aber auch für ein gutes Leben in den Städten brauchen wir eine echte Verkehrswende», hob Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hervor. «Der Lieferverkehr ist dafür ein wichtiger Ansatzpunkt.» Das Ministerium fördert das Vorhaben.

«Unter günstigen Bedingungen kann ein Lastenrad im Zustellgebiet einen herkömmlichen Transporter adäquat ersetzen», sagte DPD-Manager Gerd Seber. Auch die Paketdienste DHL, GLS, Hermes und UPS nutzen den Mikrohub genannten Container-Bau während der einjährigen Projektphase. Jedes der Unternehmen hat dort einen Container als «Mikro-Depot» und handelt eigenständig.

Die Deutsche Post setzt mit ihrer Tochter Streetscooter ebenfalls auf Alternativen zu herkömmlichen Lieferfahrzeugen. Sie verdoppelt angesichts der hohen Nachfrage nach ihrem Elektrotransporter das Produktionsvolumen. An einem neuen Standort in Düren sollen künftig bis zu 10.000 Elektrotransporter jährlich vom Band laufen. Nach Angaben der Post wächst die Produktion mit dem neuen Standort und im Stammwerk in Aachen so auf bis zu 20.000 E-Fahrzeuge jährlich. Das Dürener Werk bietet bis zu 250 Arbeitsplätze.

Derzeit sind für die Post rund 6000 Streetscooter-Modelle vorwiegend in Deutschland im Einsatz. Sie seien «der fahrende Beweis, dass Elektromobilität in einigen Bereichen bereits heute voll alltagstauglich ist», sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Bisher produziert die Post vor allem für den Eigenbedarf. Seit Sommer 2017 können aber unter anderen auch Kommunen oder Handwerksbetriebe die E-Transporter kaufen.

Ein Börsengang von Streetscooter sei «theoretisch denkbar», sagte ein Post-Sprecher. Man wolle sich die Entwicklung in den nächsten zwei bis drei Jahre anschauen.

Im Artikel enthaltene Wertpapiere
Wertpapier ISIN Letzter Kurs Performance
DEUTSCHE POST Aktienkurs DE0005552004 31,68 € 0,99 %
Jetzt mitmachen: Aktuelle börsennews.de Umfrage
Nach seinen Äußerungen zu den fremdenfeindlichen Übergriffen in Chemnitz steht Geheimdienstchef Hans-Georg Maaßen in der Kritik. Finden Sie, er sollte jetzt zurücktreten?
Der "Märkte am Mittag"-Newsletter
  • Täglich aktuelle Topnews
  • Die wichtigsten Aktien im Überblick
  • Exklusive Hintergrundanalysen

 
News-Diskussion (0 Beiträge)
Bitte ignorieren! Wenn Sie diese Felder sehen, füllen Sie diese bitte NICHT aus!
Nachricht
Sie müssen eingeloggt sein, um an dieser Diskussion teilzunehmen.
  • Keine Beiträge vorhanden!