CLEVER HANDELN
Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Hier klicken

US-Automarkt im Juni gut in Schwung

20:50 Uhr 03.07.2018
VW-Händler in den USA
Die Schaufenster eines Volkswagen-Händlers in Boston. Foto: Adam Glanzman

Herndon/Detroit (dpa) - Volkswagen hat seinen Absatz in den USA im vergangenen Monat dank hoher Nachfrage nach SUVs weiter gesteigert. Mit 28.941 Neuwagen wurden 5,7 Prozent mehr verkauft als ein Jahr zuvor, wie VW am US-Sitz in Herndon (US-Bundesstaat Virginia) mitteilte.

Auf Jahressicht liegt VW auf dem US-Markt, wo der Absatz nach dem Abgas-Skandal zeitweise eingebrochen war, mit starken 7,2 Prozent im Plus. Vor allem die Stadtgeländewagen Tiguan und Atlas stehen bei US-Kunden weiter hoch im Kurs.

Die Volkswagen-Tochter Audi tat sich hingegen ungewohnt schwer. Im Juni lag der Absatz nur 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Im bisherigen Jahresverlauf steht für die Ingolstädter dennoch ein deutlicher Anstieg von 4,8 Prozent zu Buche. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche brachte im vergangenen Monat 8,3 Prozent mehr seiner Luxuswagen auf die Straße als im Vorjahr. Nach sechs Monaten kommen die Stuttgarter auf dem US-Markt jetzt auf ein Absatzplus von 6,7 Prozent.

Einen herben Dämpfer gab es im Juni hingegen für Daimler. Mit 26.191 Autos verkaufte der Konzern 9,7 Prozent weniger Pkw seiner Stammmarke Mercedes-Benz. Schuld war ein Feuer bei einem Zuliefererbetrieb, das die Produktion wichtiger Modelle störte, sagte Mercedes-Benz-US-Chef Dietmar Exler. Auf Jahressicht liegt Daimler nun mit 1,9 Prozent im Minus. Oberklasse-Rivale BMW schaffte mit 29.407 verkauften Autos im Juni immerhin einen leichten Zuwachs um 1,5 Prozent. Im Jahresverlauf stehen die Münchener mit 2,9 Prozent im Plus.

Auch internationale Autobauer verbuchten im Juni deutliche Zuwächse in den USA. Fiat Chrysler schaffte dank guter Verkäufe bei den Marken Jeep und Ram im Jahresvergleich ein Absatzplus von rund acht Prozent. Toyota und Honda legten um 3,6 Prozent beziehungsweise 4,8 Prozent zu. Ford verzeichnete indes lediglich einen kleinen Anstieg um gut ein Prozent. Branchenweit rechneten Analysten wegen des anhaltenden Booms bei SUVs und Pick-up-Trucks trotz gestiegener Spritpreise und höherer Zinsen mit einem moderaten Verkaufsplus.

Der US-Marktführer General Motors (GM), der seine Absatzzahlen seit dem Frühjahr nur noch quartalsweise vorlegt, steigerte die Verkäufe von April bis Juni verglichen mit dem Vorjahreswert um 4,6 Prozent. «Die Kunden kaufen wieder mit Vertrauen, denn die Konjunktur ist stark und sie gehen davon aus, dass dies so bleibt», kommentierte GM-Manager Kurt McNeil. Laut vorläufigen Schätzungen des Fachblatts «Automotive News» steigerte die Branche den Absatz im Juni um 4,4 Prozent. Es lagen aber noch nicht die Zahlen aller Hersteller vor.

VW-Mitteilung

FCA-Mitteilung

Toyota-Mitteilung

Honda-Mitteilung

Ford-Mitteilung

Im Artikel enthaltene Wertpapiere
Wertpapier ISIN Letzter Kurs Performance
VOLKSWAGEN Aktienkurs DE0007664005 139,90 € 1,52 %
VW Aktienkurs DE0007664039 140,72 € 1,24 %
DAIMLER Aktienkurs DE0007100000 55,87 € 1,05 %
AUDI Aktienkurs DE0006757008 706,00 € -1,94 %
BMW Aktienkurs DE0005190003 82,93 € 1,44 %
PORSCHE Aktienkurs DE000PAH0038 54,42 € 1,23 %
Jetzt mitmachen: Aktuelle börsennews.de Umfrage
Der US-Präsident Donald Trump legt sich mit der gesamten Welt an. Finden Sie, dass er mit seiner Politik auf dem richtigen Weg ist und er vielleicht doch recht hat?
Der "Märkte am Mittag"-Newsletter
  • Täglich aktuelle Topnews
  • Die wichtigsten Aktien im Überblick
  • Exklusive Hintergrundanalysen

 
News-Diskussion (0 Beiträge)
Bitte ignorieren! Wenn Sie diese Felder sehen, füllen Sie diese bitte NICHT aus!
Nachricht
Sie müssen eingeloggt sein, um an dieser Diskussion teilzunehmen.
  • Keine Beiträge vorhanden!