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Zu oft zu voll: Bahn investiert Extra-Milliarde in ICE-Züge

13:42 Uhr 27.09.2018
ICE
Die Deutsche Bahn will eine Zusatzinvestition von rund einer Milliarde Euro bis Ende 2024 in den Fernverkehr investieren. Foto: Matthias Balk

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn bestellt mehr Fernzüge, um der steigenden Auslastung gerecht zu werden. Der Aufsichtsrat des Konzerns billigte eine Zusatzinvestition von rund einer Milliarde Euro bis Ende 2024, wie das Unternehmen mitteilte.

Etwa 700 Millionen Euro sind für 18 neue ICE-4-Züge von Siemens vorgesehen sowie für den Kauf von 50 Wagen, mit denen bereits bestellte ICE 4 von 12 auf 13 Abschnitte verlängert werden sollen.

Rund 320 Millionen Euro steckt die Bahn den Angaben zufolge in die Modernisierung ihrer ICE-1-Flotte, die seit 1991 in Betrieb ist. Die ICE 1 bekommen demnach neue Sitzbezüge und Teppichböden, ein neues Fahrgastinformationssystem und eine bessere Antriebstechnik. Sie sollen so bis 2030 weiter eingesetzt werden können.

Mit den Investitionen senke die Bahn das Durchschnittsalter ihrer Fahrzeuge, schaffe zusätzliche Kapazitäten und werde flexibler, sagte der Vorstand für den Personenverkehr, Berthold Huber: «So können wir die Zuverlässigkeit und das Platzangebot auf nachfragestarken Strecken verbessern.»

Im Juni war bekanntgeworden, dass die Bahn ihren Wagenpark stärker ausbauen will. Die Zahl der Bahnreisen steigt seit Jahren, 2017 waren es im Fernverkehr 142 Millionen Fahrten - 13 Millionen mehr als noch drei Jahre zuvor.

Der 13-teilige ICE 4 wird 375 Meter lang sein und damit der längste Personenzug der Deutsche Bahn. Die Züge haben 918 Sitzplätze - 88 mehr als die ICE mit zwölf Wagen. Auch von den kürzeren, siebenteiligen ICE 4 will die Bahn mehr in Auftrag geben - statt 19 sollen es nun 37 werden.

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