Vorsorge ist Fürsorge - Österreicher:innen schauen aufeinander

Wien (APA-ots) -

* Mehr als jede zweite Person in Österreich sorgt für

Familienangehörige vor - die Absicherung der eigenen Kinder ist für

Eltern besonders wichtig

* Geringverdienende und Alleinerziehende sorgen mehr für ihre

Kinder vor als für sich selbst

* Kärntner:innen, Steirer:innen und Tiroler:innen sorgen am meisten

für sich selbst vor, die Burgenländer:innen für andere

* Große Wissenslücken in Vorsorgefragen bei Großteil der

Bevölkerung

* Männer fühlen sich besser abgesichert als Frauen; Vertrauen in

staatliche Vorsorge niedrig

* Erhebliche Unterschiede zwischen Wunsch und Wirklichkeit der

Absicherung, Junge fühlen sich speziell bei Pension und Wohnen

schlecht versorgt

Das Bewusstsein für die Absicherung der eigenen Zukunft gewinnt in

unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. So sorgen laut einer von

marketmind im Auftrag der Allianz Österreich durchgeführten

repräsentativen Befragung unter 2.000 Personen 86 % der

Österreicher:innen für sich selbst und/oder für andere vor - primär

durch das Sparen bzw. Veranlagen von Geld (78 %), eine

Gesundheitsvorsorge bzw. private Krankenversicherung (43 %) oder eine

Pensions- bzw. Altersvorsorge (41 %). Über die Hälfte (57 %) der

Menschen im Land trifft für nahestehende Personen Vorsorgemaßnahmen.

Vor allem den eigenen Nachwuchs wollen 61 % der Eltern gut

abgesichert wissen und investieren hier oftmals mehr in die Zukunft

ihrer Kinder als in ihre eigene.

"Vorsorge bedeutet Fürsorge - das ist eine wesentliche Erkenntnis

unserer Studie. Die Österreicher:innen schauen aufeinander", sagt

Allianz Österreich CEO Rémi Vrignaud und ergänzt: "Was wir aber auch

sehen, ist die Tatsache, dass der Wunsch nach Vorsorge in vielen

Bereichen zwar vorhanden ist, sich viele Menschen aber noch nicht

ausreichend abgesichert fühlen. Es kann jedoch nicht nur in der

Selbstverantwortung der Menschen liegen, für ihre Zukunft zu sorgen.

Zum einen sind hier Unternehmen in der Pflicht, Maßnahmen wie die

betriebliche Altersvorsorge für ihre Mitarbeitenden zu etablieren.

Zum anderen ist natürlich die Politik gefordert, das Pensions- sowie

Gesundheitssystem endlich nachhaltig zu reformieren."

Zwtl.: Wissensstand zum Thema Vorsorge stark ausbaufähig - vor allem

bei Frauen und Jüngeren

Laut dem Allianz Vorsorgebarometer fühlen sich nur 43 % der

Österreicher:innen sehr gut bis gut über das Thema Vorsorge

informiert. Überdurchschnittlich viele Männer (49 %) verfügen laut

Selbsteinschätzung über einen sehr guten bis guten Wissensstand, bei

den Frauen sind es nur 37 %. Mit steigendem Alter nimmt der

Informationsgrad zu: So fühlen sich nur 33 % der 18- bis 29-Jährigen

sehr gut bis gut informiert im Vergleich zu 50 % der über

60-Jährigen. Die wichtigsten Informationsquellen sind für mehr als

die Hälfte (55 %) der Befragten die/der Partner:in oder die Familie

dicht gefolgt von Versicherungen bzw. Versicherungsberater:innen (53

%).

"Wissenslücken in Finanzfragen können einen durchschnittlichen

Haushalt jährlich um bis zu 2.690 Euro ärmer machen. Nur wer die

Möglichkeiten kennt, die es im Bereich der Vorsorge gibt, ist auch in

der Lage, unabhängige und selbstbewusste Entscheidungen für sich

selbst und die eigene Familie zu treffen. Dieses Wissen verständlich

zu vermitteln, muss daher stärker vorangetrieben werden", fordert

Vrignaud.

Zwtl.: Österreicher:innen wollen Familie gut abgesichert wissen,

Geringverdienende und Alleinerziehende schauen dabei mehr auf ihre

Kinder als auf sich selbst

Am deutlichsten wird die Fürsorge der Österreicher:innen für

andere bei der Frage, wer für wen vorsorgt. Insgesamt engagiert sich

über die Hälfte (57 %) der Menschen im Land für andere. Dabei ist

ihnen vor allem die Absicherung des eigenen Nachwuchses ein wichtiges

Anliegen: 61 % der Eltern treffen Vorsorgemaßnahmen für ihre Kinder.

Während nur 50 % der am geringsten Verdienenden, mit bis zu 1.000

Euro monatlichem Haushaltsnettoeinkommen, für sich selbst vorsorgen,

sind es 63 % in dieser Gruppe, die dies für ihre Kinder tun.

Alleinerziehende sorgen überdurchschnittlich oft (72 %) für ihre

Kinder vor. Es ist gleichzeitig diese Gruppe, die am wenigsten auf

sich selbst schaut: Nur 53 % der Alleinstehenden mit Kind(ern)

sichern sich selbst für die Zukunft ab.

Mehr als jede zweite in Partnerschaft lebende Person (54 %) trifft

Vorsorgemaßnahmen für ihre:n Partner:in - davon 64 % der Männer und

43 % der Frauen. 41 % der Großeltern sagen, dass sie ihre Enkel für

die Zukunft absichern. Zwar nur im geringen Ausmaß, aber dennoch

sorgen 5 % der Österreicher:innen für ihre Eltern vor, 4 % für

Patenkinder oder Nichten bzw. Neffen, 2 % für ihre Geschwister und 1

% für die Großeltern.

In den meisten Fällen (69 %) sorgen die Menschen für sich selbst

vor. Interessanterweise sind es gleich viele Männer wie Frauen

(jeweils 69 %), obwohl letzteren oft eine geringere Vorsorgeleistung

nachgesagt wird.

"Zusammengefasst kann man sagen, dass die meisten Menschen im Land

ihr Möglichstes tun, um ihre Liebsten gut versorgt zu wissen - auch

in Zeiten von Teuerung und Inflation. Natürlich hängt dies bis zu

einem gewissen Grad auch vom Geldbörserl ab, aber nicht so sehr, wie

man im ersten Moment vermuten würde", so Verena Priemer, Managing

Director bei marketmind. "Nach wie vor überwiegt männliche Vorsorge

für die Partnerin und Anlageformen sind sehr konservativ. Hier spielt

sicherlich das niedrige Informationsniveau zu Vorsorgethemen eine

große Rolle."

Umgekehrt sorgt jede siebte Person in Österreich (14 %) gar nicht

vor, weder für sich noch für andere. Das betrifft vor allem Frauen,

Personen ohne Matura, Einpersonenhaushalte, Haushalte mit bis zu

1.000 Euro monatlichem Netto-Budget und Singles.

Zwtl.: Die Burgenländer:innen zeigen die größte Solidarität mit

anderen

Im Bundesländer-Vergleich zeigt sich, dass die Kärnter:innen,

Steierer:innen und Tiroler:innen am häufigsten für sich selbst

vorsorgen (73 %), die Wiener:innen am wenigsten (62 %). Den

Burgenländer:innen liegt die Absicherung anderer Personen am meisten

am Herzen (64 %). Im Detail sind es die Tiroler:innen, die sich

besonders oft für ihre:n Partner:in engagieren. Die Salzburger:innen

führen das Ranking hinsichtlich der Vorsorgemaßnahmen für den eigenen

Nachwuchs an (67 %) - die Vorarlberger:innen bilden hier das

Schlusslicht (52 %). Nur 22 % der Tiroler:innen sichern ihre Enkel ab

vs. 53 % der Burgenländer:innen. Die größte Anzahl jener Personen,

die weder für sich noch für andere vorsorgt, findet sich in Wien (18

%).

Zwtl.: Männer fühlen sich für die Zukunft besser abgesichert als

Frauen; das Vertrauen in die staatliche Vorsorge ist gering

Fragt man die Österreicher:innen, wie sie ihre Absicherung für die

Zukunft einschätzen, so fühlt sich über die Hälfte (58 %) sehr gut

bis gut versorgt. Erkennbar ist hier jedoch ein markanter

Geschlechterunterschied: So fühlen sich 64 % der Männer sehr gut bis

gut abgesichert, aber nur 53 % der Frauen. Wirft man einen Blick auf

die Generationen, so empfinden 65 % der über 60-Jährigen die eigene

Zukunftsvorsorge als (sehr) gut, direkt gefolgt von 58 % der 18- bis

29-Jährigen. Letztere sind es auch oft, die noch von für sie

getroffenen Vorsorgemaßnahmen profitieren. Das Vertrauen in die

eigenen Vorsorgemaßnahmen ist dabei deutlich höher als in die

staatliche Vorsorge (50 % vs. 33 %).

Zwtl.: Wunsch und Wirklichkeit driften in vielen Bereichen der

Vorsorge erheblich auseinander

Vorsorgemaßnahmen betreffen unterschiedliche Lebensbereiche bzw.

-ereignisse in unterschiedlichem Ausmaß. Fragt man die

Österreicher:innen wofür ihnen Vorsorge besonders wichtig ist und

auch, wie gut sie sich hier jeweils abgesichert fühlen, ergeben sich

erhebliche Lücken zwischen Wunsch und Wirklichkeit. So ist es für

mehr als drei Viertel (78 %) wichtig, über ein finanzielles Polster

für schlechtere Zeiten oder ungeplante größere Ausgaben zu verfügen -

aber nur die Hälfte (51 %) fühlt sich hier tatsächlich gut

abgesichert. 71 % ist es ein wesentliches Anliegen, für die Pension

gut vorzusorgen, aber nur für 47 % trifft das zu. Auch die

Finanzierung oder Absicherung von Wohnraum ist für 69 % wichtig. Hier

fühlen sich 52 % ausreichend abgesichert.

Heruntergebrochen auf die Geschlechter zeigt sich, dass Frauen

Vorsorge in den meisten Bereichen etwas wichtiger ist als Männern.

Einen Unterschied gibt es bei der Absicherung der/des Partner:in -

hier sehen sich Männer stärker in der Verantwortung als Frauen (67 %

vs. 58 %). In der Realität fühlen sich Männer durchschnittlich in

allen Bereichen besser abgesichert als Frauen. Die größte Lücke

zwischen Wunsch und Wirklichkeit zeigt sich bei beiden Geschlechtern

im Bereich der finanziellen Absicherung: Diese ist für 79 % der

Frauen und 76 % der Männer wichtig, wohingegen nur 47 % respektive 56

% sie auch als gut empfinden. Die private Gesundheitsvorsorge sehen

58 % der Frauen (55 % der Männer) als essenziell an, aber nur 41 %

(46 % der Männer) fühlen sich hier ausreichend abgesichert.

Zwtl.: Mangelnde Absicherung für Pension und Wohnen bei junger

Generation

Bei den 18- bis 29-Jährigen zeigt sich die größte Kluft im Bereich

der Pensionsvorsorge: Diese halten 69 % für wichtig, jedoch fühlen

sich nur 40 % aktuell gut darauf vorbereitet. Auch was die

Finanzierung und Anschaffung von Wohnraum betrifft, gibt es in dieser

Altersgruppe erhebliche Unterschiede:

69 % empfinden die Vorsorge in diesem Bereich als wichtig, aber nur

41 % fühlen sich ausreichend abgesichert. "Die Unterschiede zwischen

den Geschlechtern aber auch die Lücken zwischen Wunsch und

Wirklichkeit sind deutlich ausgeprägt. Vor allem für Frauen müssen

bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit sie finanziell

unabhängiger werden und für das Alter ausreichend abgesichert sind",

erklärt Vrignaud und ergänzt: "Die junge Generation verfügt über ein

hohes Bewusstsein für die Wichtigkeit der Altersvorsorge, hat aber

wenig Vertrauen in die bestehenden Systeme und Maßnahmen. Auch was

die Finanzierung und Leistbarkeit von Wohnraum betrifft, sind gerade

die Jungen stark von den verschärften Regelungen der Kreditvergabe

und der Verknappung von Wohnraum betroffen."

Zwtl.: Rund 6,5 % des Einkommens für Vorsorge

In Summe geben die Österreicher:innen rund 6,5 % ihres monatlichen

Haushaltsnettoeinkommens für Vorsorge aus. Männer investieren

durchschnittlich etwas mehr Geld in ihre Zukunft als Frauen (6,7 %

vs. 6,3 %). Die 50- bis 59-Jährigen sowie die über 60-Jährigen geben

im Schnitt am meisten Geld für die Vorsorge aus (jeweils 7 %), die

30- bis 39-Jährigen am wenigsten (5,8 %).

Zwtl.: Über die Studie

marketmind hat im Auftrag der Allianz Österreich im Zeitraum vom

29. Februar bis zum 20. März 2024 insgesamt rund 2.000 Personen

zwischen 18 und 75 Jahren zum Thema Zukunftsaussichten und Vorsorge

befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische

Gesamt-Bevölkerung.

Rückfragehinweis:

Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft

Dr. Thomas Gimesi

Pressesprecher

+43 676 878 222 914

presse@allianz.at

https://www.allianz.at/

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/396/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0221 2024-05-16/23:00