MONTABAUR (dpa-AFX) - Der Internetdienstleister United Internet hat für knapp 300 Millionen Euro eigene Aktien zurückgekauft. Dabei stieß der Telekomkonzern auf großes Interesse: Mit gut 27,5 Millionen Papieren wurden fast doppelt so viele angeboten als zum Erwerb vorgesehen waren. Mit einem Rückgang von zuletzt 2,7 Prozent notierten die Scheine von United Internet am Donnerstagmittag am Ende des MDax , dem Index der mittelgroßen Börsenwerte.

Wie die Mutter des Mobilfunkanbieters 1&1 am Mittwochabend in Montabaur mitgeteilt hatte, seien insgesamt wie geplant 13,9 Millionen Aktien des Konzerns zum Preis von 21 Euro zurückerworben worden. Von Mehrheitsaktionär Ralph Dommermuth stammten fünf Millionen der zurückgekauften Anteilscheine. Da die nahezu zehn Prozent des Grundkapitals, die nun im Eigentum von United Internet stehen, nicht stimmberechtigt sind, erhöht sich sein Stimmrechtsanteil von 53,02 auf 54,37 Prozent.

Weil bei dem Aktienrückkauf deutlich mehr Papiere angedient wurden und damit die Maximalzahl überschritten wurde, seien die Annahmeerklärungen "verhältnismäßig" berücksichtigt worden. Das heißt, Aktionäre konnten ihre Aktien nicht im erhofften Umfang zurückgeben. Der Kaufpreis für den Aktienrückkauf beläuft sich nach Konzernangaben insgesamt auf fast 292 Millionen Euro. Goldman-Sachs-Analyst Yemi Falana hatte zuletzt kommentiert, dass das Volumen von bis zu 300 Millionen Euro deutlich über den Erwartungen an einen etwaigen Aktienrückkauf gelegen habe.

Mitte Februar hatte United Internet bei der Ankündigung des Aktienrückkaufs zudem mitgeteilt, zwei Millionen eigene Aktien einzuziehen und das Grundkapital damit zu reduzieren. Dieses soll mit 192 Millionen Euro zwei Millionen Euro niedriger ausfallen./ngu/he/mis/stk