Wie wir ja alle wissen, soll ja bekanntlich gerade im Einkauf der Gewinn liegen. Und dies kann man natürlich wunderbar auch auf die Börse übertragen. Denn je günstiger man einen Titel einsammeln kann, umso größer könnte die Chance auf ansehnliche Kursgewinne sein.

Solch eine Gelegenheit finden wir derzeit eventuell bei der Aktie des amerikanischen Süßwarenkonzerns Hershey (WKN: 851297). Hier hat sich der Aktienkurs nämlich ein Stück weit von der geschäftlichen Entwicklung abgekoppelt. Und zwar im negativen Sinne. Aber alles der Reihe nach.

Aktie unter Druck

Obwohl Hershey mehr als 80 % seines Umsatzes im Heimatmarkt USA erzielt, gibt es mit Kit Kat oder dem Kaugummi Bubble Gum durchaus Produkte, die auch hierzulande bekannt sind. Doch sind es hauptsächlich Schokolade und schokoladehaltige Lebensmittel, welche den größten Anteil an den Verkäufen beisteuern.

Und genau dieser Tatsache war es unter anderem geschuldet, dass sich der Kurs der Hershey-Aktie in den letzten Monaten relativ schlecht entwickelt hat. Der Hintergrund dafür ist relativ simpel und in gestiegenen Preisen für die dringend benötigten Zutaten Zucker und Kakao zu finden.

Dabei hatten die Hershey-Papiere das letzte Jahr gut begonnen und am 01.05.2023 mit 276,35 US-Dollar sogar ein neues Allzeithoch erreicht. Doch danach geriet ihr Kurs stark unter Druck und ging im weiteren Jahresverlauf um bis zu 35 % in die Knie.

Auch auf ihrem derzeitigen Kursniveau von 190,64 US-Dollar (12.01.2024) wird die Aktie immer noch knapp 31 % unter ihrem bisherigen Höchststand gehandelt. Hier könnte sich also die Möglichkeit bieten, auf eine eventuelle nachhaltige Gegenbewegung zu spekulieren.

Kommt der Turnaround?

Hierzu sollte man sich fragen, wie schlimm es um den Schokoladenproduzenten denn nun wirklich bestellt ist. Beispielsweise musste Hershey im Oktober 2023 mit einem Absatzrückgang von 1 % zurechtkommen. Gleichzeitig sind die Preise für Süßwaren in Nordamerika aber um 11,1 % angestiegen.

Schauen wir uns weiterhin einmal die letzten Quartalsergebnisse an. Daraus kann man entnehmen, dass Hershey von Juli bis September seinen Nettoumsatz um 11,1 % auf 3,03 Mrd. US-Dollar steigern konnte. Und der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) lag mit 2,60 US-Dollar sogar um 19,8 % über dem Vorjahresergebnis.

Hershey ist auch für das Gesamtjahr 2023 optimistisch und stellt hier einen Umsatzanstieg um die 8 % in Aussicht. Für das bereinigte EPS rechnet der Konzern mit einem Anstieg, der zwischen 11 und 12 % liegen soll.

Werfen wir zusätzlich aber auch noch einen Blick auf den mittelfristigen Ausblick. Hier gehen die Experten auch für dieses und das nächste Jahr beim Gewinn je Aktie von einem Wachstum aus. Dieses soll im oberen einstelligen Bereich angesiedelt sein.

Interessant ist vielleicht auch noch die Tatsache, dass Hershey offensichtlich in der Lage ist, relativ profitabel zu wirtschaften. Darauf weist uns ganz deutlich eine Nettomarge hin, für die man in den letzten fünf Jahren einen durchschnittlichen Wert von 15,49 % ermitteln kann.

Fazit

Die gestiegenen Preise für seine Zutaten konnten der geschäftlichen Entwicklung von Hershey offensichtlich keinen großen Schaden zufügen. Trotz allem zeigten die Investoren aber große Verunsicherung und haben die Aktie des Konzerns auf Talfahrt geschickt.

Der Kursrückgang könnte meiner Meinung nach aber nach einer deutlichen Übertreibung aussehen. Denn Hershey zeigt weiterhin ein intaktes Umsatz- und Gewinnwachstum, welches sich auch mittelfristig nicht sonderlich abschwächen soll.

Zudem weist die Hershey-Aktie derzeit bezogen auf den prognostizierten Gewinn für 2023 eine relativ moderate Bewertung mit einem KGV von 20,7 auf. Die gesamte Gemengelage sieht meines Erachtens rundum nach einer tollen Turnaround-Spekulation aus. Wobei hier aber jeder natürlich seine persönliche Risikoneigung immer im Auge behalten sollte.

Der Artikel Brandheißer Turnaround-Alarm: Diese amerikanische Top-Aktie lockt aktuell mit einem fantastischen Aufholpotenzial! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Aktienwelt360 2024