Was für ein Debüt: Das vietnamesische VinFast hat in der vergangenen Woche den Gang aufs Parkett gewagt und wurde dabei höher bewertet als General Motors oder Ford. Shortkandidat?

Trotz des Wahnsinnsdebüts gilt es als riskantes Unterfangen, gegen den in den USA notierten Autohersteller VinFast zu wetten. Denn nur ein Prozent der VinFast-Aktien sind für den Handel verfügbar. Das macht die Aktie illiquide und für Leerverkäufer teuer. Der winzige Streubesitz macht VinFast auch anfällig für unvorhersehbare Volatilität. So ist die Aktie in der ersten Handelswoche jeden Tag um 14 Prozent oder mehr gestiegen oder gesunken. Wie Reuters berichtet, stand die Aktie am Dienstag auf der "Trending"-Liste der Handelswebsite Stocktwits an zweiter Stelle. Kleinanleger scheinen demnach Interesse an dem Titel zu haben.

"Leerverkäufe der Aktie mögen auf den ersten Blick logisch erscheinen, aber wir denken, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht die beste Handelsstrategie ist", zitiert Bloomberg Maybank-Analyst Tyler Manh Dung Nguyen.

Nach Angaben des Finanzanalyseunternehmens S3 Partners haben Leerverkäufer, die mutig genug waren, gegen das Unternehmen zu wetten, seit dem Spac fast eine Million US-Dollar an Verlusten auf dem Papier angehäuft.

Der geringe Aktienbestand und das Fehlen großer institutioneller Anleger, bedeutet, dass das Angebot für potenzielle Leerverkäufer "sehr knapp" sei, so Matthew Unterman, Direktor bei S3 Partners. "Die Gebühr für die Reste des Angebots bewegen sich im dreistelligen Bereich", was bedeutet, dass Leerverkäufer bereit sind, mehr als 100 Prozent Zinsen pro Jahr zu zahlen, um gegen das Unternehmen zu wetten.


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VinFast-Aktien sind am Donnerstag um 32 Prozent gestiegen und schlossen den Handel bei 49 US-Dollar. Das entspricht einer Marktbewertung von über 113 Milliarden US-Dollar. Damit ist VinFast auf dem Papier mehr wert als 400 der Unternehmen im S&P 500 Index. Die Bewertung übersteigt jene der Citigroup oder Goldman Sachs.

"Profis würden das Unternehmen nicht einmal mit der Brechstange anfassen", kommentiert Oktay Kavrak, Produktstratege bei Leverage Shares.

Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Zentralredaktion


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