Macron ruft zu dauerhafter Steigerung der Waffenproduktion auf
 
In einer kürzlich erfolgten Ansprache hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Rüstungsindustrie seines Landes zur dauerhaften Erhöhung der Waffenproduktion aufgefordert. Während der Zeremonie zur Grundsteinlegung einer neuen Sprengpulverfabrik betonte Macron die Notwendigkeit einer Kriegswirtschaft, um sowohl die Ukraine zu unterstützen als auch die Verteidigungsfähigkeit Frankreichs zu stärken. Er wies darauf hin, dass die Produktion von Caesar-Haubitzen bereits verdreifacht wurde, was ebenfalls den Export dieser Waffen fördert.
 

Geopolitische Verschiebungen erfordern schnelle europäische Reaktionen

Die Bedeutung einer schnelleren und effektiveren Reaktion Europas auf die aktuelle geopolitische Lage wurde von Macron hervorgehoben. Er erklärte, dass Europa die Ukraine nicht im Stich lassen dürfe und die eigene Sicherheit auf dem Spiel stehe. In Zusammenarbeit mit Deutschland suche Frankreich nach neuen finanziellen Lösungen, um auch ohne amerikanische Unterstützung handlungsfähig zu bleiben.

Deutschland unter Druck: Bundeswehrfinanzierung und Rüstungsausbau

In Deutschland forderte der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Oberst André Wüstner, ein entschiedenes Eingreifen von Bundeskanzler Olaf Scholz zur Sicherung der Bundeswehrfinanzierung. Wüstner warnte davor, dass ohne eine Fortsetzung des Sondervermögens für die Bundeswehr der dringend benötigte Ausbau der Kapazitäten in der deutschen Rüstungsindustrie ins Stocken geraten könnte. Die Bundesregierung hat bereits zugesichert, das Zwei-Prozent-Ziel der NATO bezüglich der Verteidigungsausgaben zu erreichen, und betont, dass 80 Prozent des Sondervermögens bereits gebunden sind.

Forderungen nach höherem Verteidigungsetat werden laut

Die Debatte um die Erhöhung des deutschen Verteidigungsetats gewinnt an Intensität, da Wüstner eine klare Positionierung fordert. Ohne eine signifikante Erhöhung des Verteidigungsetats sei die durchgeführte Reform der Bundeswehr gefährdet. Dies könnte Deutschland in eine prekäre Lage innerhalb der NATO bringen, besonders in Anbetracht der anstehenden US-Präsidentschaftswahl und der russischen Bedrohung. Von diesen Entwicklungen profitiert natürlich insbesondere Rheinmetall, die Auftragsbücher sind immer gut gefüllt und die Produktion weiter ausgebaut. Es scheint, als wäre die Politik stark gewillt, diesen Trend weiter fortzuführen.