Frische Impulse könnten auch unsere beiden heutigen Protagonisten E.ON und RWE dringend gebrauchen. Beide Aktien befinden sich unverändert in heiklen charttechnischen Konstellationen. 

E.ON – Das darf jetzt nicht passieren.

Unsere letzte Kommentierung zu E.ON (WKN: ENAG99 | ISIN: DE000ENAG999 | Ticker-Symbol: EOAN) überschrieben wir am 06. April mit „Aktie wankt.“ E.ON geriet nach dem Scheitern am markanten Widerstandsbereich 12,8+ Euro / 13 Euro unter Druck und lief damals bereits den wichtigen Unterstützungsbereich um 12,3 Euro an.

E.ON

Ein Rücksetzer unter die 12,3 Euro würde das sich abzeichnende Doppeltop vervollständigen. Sollte dieser Fall eintreten, würde die obere Trendwende eingeleitet werden. Weiteres Ungemach würde dann aus charttechnischer Sicht drohen. Entsprechend spannend verliefen die letzten Handelstage. Immer wieder stand es Spitz auf Knopf. Die Unterstützung weichte zusehends auf, doch noch hält sich E.ON.  Ein Bruch der 12,3 Euro würde der Aktie weiteres Abwärtspotential in Richtung 12,0 Euro und 11,7 Euro eröffnen. Im Bereich von 11,7 Euro verläuft zudem die 200-Tage-Linie. Entsprechend hoch ist die Relevanz dieser Zone. Um das Chartbild deutlich aufzuhellen und das drohende Doppeltop abzuwenden, muss E.ON über die 13 Euro. Rückenwind erhält die Aktie unverändert von Analysten. So bestätigten die Analysten von JPMorgan jüngst ihr Votum „overweight“. Gleichzeitig hoben sie das Kursziel für E.ON deutlich von 13,0 Euro auf 15,5 Euro an.

RWE – Rücksetzer zur Unzeit.

Die Bodenbildung bei der RWE-Aktie (WKN: 703712 | ISIN: DE0007037129 | Ticker-Symbol: RWE) läuft. Und sie könnte noch eine Weile weiterlaufen, denn erneut scheiterte die Aktie mit dem Versuch, die Bodenbildung erfolgreich abzuschließen.  

RWE

Im Fokus stand zuletzt die obere Begrenzung der Handelsspanne, in der die Aktie bereits seit Wochen pendelt. Mit einem nachhaltigen Ausbruch über die 32,5 Euro hätte RWE ein frisches Kaufsignal ausgelöst und die Bodenbildung erfolgreich abgeschlossen. Kurzzeitig sah es sogar nach einem erfolgreichen Ausbruch aus, doch der Vorstoß geriet ins Wanken und die Aktie unter Druck. Aktuell läuft RWE erneut in Richtung der unteren Begrenzung (30,2 Euro / 30,0 Euro) der Range. Einen Rücksetzer unter 30 Euro gilt es unbedingt zu verhindern.

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