Spirit Airlines passt Flottenstrategie an

In einer wahrscheinlich ungewollten Entscheidung hat Spirit Airlines, eine bekannte US-Billigfluggesellschaft, die Auslieferungstermine für bestellte Airbus-Flugzeuge deutlich nach hinten verschoben. Ursprünglich für den Zeitraum zwischen dem zweiten Quartal 2025 und dem Ende 2026 geplant, sollen diese Maschinen nun erst in den Jahren 2030 und 2031 zur Flotte stoßen. Die Vereinbarung, die in Abstimmung mit dem europäischen Flugzeugbauer Airbus getroffen wurde, zielt darauf ab, die finanziellen Reserven der Fluggesellschaft zu stärken. Die Fluggesellschaft erwartet durch diese Maßnahme eine Verbesserung ihrer Liquiditätslage um rund 340 Millionen US-Dollar über die nächsten zwei Jahre. Interessanterweise betrifft diese Verschiebung nicht die Direkt-Leasing-Maschinen, die für denselben Zeitraum geplant waren.

Airbus demonstriert Stärke mit gesteigerten Auslieferungen

Auf der anderen Seite der Branche zeigt Airbus eine beeindruckende Leistungsfähigkeit. Trotz des traditionell langsameren Geschäftsstarts zu Jahresbeginn konnte der Flugzeughersteller im März eine signifikante Steigerung der Auslieferungszahlen verzeichnen. Mit etwa 65 ausgelieferten Jets allein im März und insgesamt rund 145 Maschinen im ersten Quartal bewegt sich das Unternehmen auf Kurs, sein Jahresziel von etwa 800 Flugzeugauslieferungen zu erreichen. Diese Entwicklung bekräftigt die starke Position von Airbus auf dem Markt, unterstützt durch eine hohe Nachfrage nach neuen Passagierjets, sicherlich nicht unabhängig von Boeings Entwicklung, und einem vollen Auftragsbuch.

Airbus erhält Auftrieb durch positive Marktprognosen

Die positive Marktentwicklung für Airbus spiegelt sich auch in den Bewertungen durch Finanzanalysten wider. Die britische Investmentbank Barclays hat kürzlich das Kursziel für Airbus-Aktien von 154 auf 202 Euro angehoben, mit einer unveränderten Einstufung als "Overweight". Die Analystin Milene Kerner hebt in ihrer Bewertung hervor, dass Airbus über den gesamten Zyklus hinweg ein relativer Outperformer sei, insbesondere im Vergleich zum amerikanischen Konkurrenten Boeing. Ein solides Bilanzprofil und eine Bewertung, die unter denen der Mitbewerber liege, mache Airbus zu einem attraktiven Investment. Kerner weist zudem auf das langfristige Ertragspotenzial der Airbus-Aktien hin, das sich in der angehobenen Kurszielsetzung widerspiegelt.

Fazit

Während Spirit Airlines durch die Verschiebung seiner Flottenexpansion finanzielle Flexibilität gewinnt, bestätigt Airbus seine marktführende Position durch eine starke Auftragslage und steigende Auslieferungszahlen. Konkurrent Boeing hat derweil ganz andere Probleme, insbesondere im eigenen Hause.