Airbagzertifikat

Was ist eine Methode, die Risiken für einen Anleger zu reduzieren?

Das Airbagzertifikat (Fallschirmzertifikat, Pufferzertifikat) soll das Verlustrisiko des Anlegers begrenzen, wobei aber gleichzeitig eine möglichst hohe Partizipation an möglichen Kursgewinnen des Basiswertes gewahrt bleiben soll. Um das Verlustrisiko zu minimieren, wird vom Emittenten eine Pufferzone eingerichtet. Fällt der Kurs das Underlying auf einen Wert zwischen Startpreis und Pufferwert, erhält der Anleger zum Laufzeitende den Startpreis vom Airbagzertifikat zurück. Erst wenn der Wert des Basisobjektes unterhalb der Schutzbarriere notiert, erleidet der Investor Verluste. Diese sind aber immer geringer, als die des zu Grunde liegenden Basiswertes. Außerdem legt der Emittent des Airbagzertifikates eine Partizipationsrate fest, die bestimmt, in welcher Höhe der Investor von Wertsteigerungen des Basisobjektes profitiert. Diese wird oftmals unter 100 % liegen, da ein gewisser Risikoschutz geboten wird. Wenn die Eigenschaften vom Airbagzertifikat aber beispielsweise mit denen eines Sprinterzertifikates gemischt werden, ist auch eine Partizipationsrate über 100 % denkbar. Ein Airbagzertifikat (Fallschirmzertifikat, Pufferzertifikat) wird vom Emittenten nur am festgeschriebenen Einlösungstag ausgezahlt. Damit besteht für den Halter das Risiko, dass er das Airbagzertifikat nicht zu jedem Zeitpunkt zum tatsächlichen Wert verkaufen kann. Das Risiko wird noch verstärkt, wenn der Markt für das jeweilige Zertifikat relativ illiquide ist. Auch sollte der Investor das Risiko des Totalverlustes beachten, was eintreten kann, wenn der Emittent Insolvenz anmelden muss. Das Wesen vom Airbagzertifikat soll an einem Beispiel verdeutlicht werden: Der Kurs des Basiswertes liege am Starttag bei 100 €. Der Pufferwert wird auf 80 € festgeschrieben und die Partizipationsrate betrage 70%. Steigt der Wert des Basisobjektes bis zum Einlösungstag um 100 € auf 200 €, partizipiert der Investor mit dem Airbagzertifikat zu 70 % und bekommt am Einlösungstag 170 € ausgezahlt. Fällt dagegen der Wert des Basisobjektes auf 85 €, bekommt der Investor am Ende seine investierten 100 € ausgezahlt. Fällt der Kurs unter die Airbaggrenze, wird der Einlösungsbetrag mit Hilfe eines Quotienten aus Wert des Basisobjektes und Airbaggrenze berechnet. Fällt der Kurs also auf 60 € erhält der Investor lediglich 75 € (= 100*(60/80)) zurück. Ein Airbagzertifikat (Fallschirmzertifikat, Pufferzertifikat) eignet sich besonders für Investoren, die in Zukunft mit stark steigenden Kursen des Basisobjektes rechnen, gleichzeitig aber auf einen gewissen Risikoschutz nicht verzichten möchten. Es ist dagegen bei einem eher stagnierendem Marktumfeld ungeeignet.