Credit Default Swap (CDS)

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Wer darf mit Credit Default Swaps (CDS) handeln?

Der Credit Default Swap ermöglicht es, sich gegen das Ausfallrisiko eines Schuldners abzusichern. Dies gelingt durch die Loslösung des Kreditrisikos von der zu Grunde liegenden Kreditbeziehung. Für die Absicherung gegen bestimmte Risiken aus einer Kreditbeziehung zahlt der Risikoverkäufer (Sicherungsnehmer) an den Risikokäufer (Sicherungsgeber) eine von der Laufzeit des Credit Default Swaps abhängige, regelmäßige Risikoprämie, den sogenannten CDS-Spread. Die Höhe dieser Prämie stellt den Preis der Absicherung dar, die typischerweise vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich nachschüssig gezahlt wird. Der CDS-Spread ist dabei ein Anteil des fiktiven Nominalbetrags, der in Basispunkten (BP) angegeben wird, wobei 1 BP 0,01 % des fiktiven Nominalbetrags entspricht. Tritt ein Kreditereignis ein, hat sich der Sicherungsgeber durch den Credit Default Swap verpflichtet, eine Ausgleichszahlung zu leisten, die sich in ihrer Höhe an der Differenz zwischen Restwert des Referenzaktivums (z.B. Anleihen, Buchkredite) und dessen Nominalbetrag orientiert. Die Ausgleichszahlung kann in Form einer physischen Lieferung (engl. physical settlement) oder in Form eines Barausgleichs (engl. cash settlement) erfolgen. Bei einer physischen Lieferung überlässt der Sicherungsnehmer dem Sicherungsgeber das Referenzaktivum und erhält im Gegenzug das Nominalvolumen. Handelt es sich bei dem zu übertragenden Referenzaktivum um Wertpapiere, hat der Sicherungsnehmer für gewöhnlich die „Cheapest-to-Deliver“-Option. Das bedeutet, dass er bei der Wahl der zu übertragenden Wertpapiere zwischen gleichartigen auswählen kann. Er wird dabei diejenigen aussuchen, die für ihn am wirtschaftlich günstigsten sind. Als Beispiel wären hier Unternehmensanleihen eines Referenzschuldners zu nennen, die eine leicht geringere Rendite oder Laufzeit als andere Unternehmensanleihen gleichen Ranges aufweisen.