Halbeinkünfteverfahren Was ist der Unterschied zwischen einem Teileinkünfteverfahren und einen Halbeinkünfteverfahren?

Das Halbeinkünfteverfahren wurde von 2001 bis 2008 verwendet, um die Steuerlast aus Erträgen aus den Beteiligungen an Kapitalgesellschaften zu ermitteln. Es löste das Anrechnungsverfahren ab und wurde im Zuge der Unternehmenssteuerreform 2008 vom Teileinkünfteverfahren und der Abgeltungssteuer abgelöst. Nach dem Halbeinkünfteverfahren musste lediglich die Hälfte der Einnahmen aus dem Kapitalvermögen versteuert werden. Dazu zählen beispielsweise Dividenden, Zinseinnahmen und Spekulationsgewinne.

Beispiel:
Ein Unternehmen schüttet an seinem Aktionär 10.000 € Dividende aus. Ohne Berücksichtigung von Freibeträgen und Werbungskosten, unterliegen nur 5.000 € der Besteuerung. Wenn der persönliche Steuersatz des Aktionärs beispielsweise 40 % beträgt, zahlt er für seine Kapitaleinkünfte nach dem Halbeinkünfteverfahren 2.000 € an Steuern.