Hebel, Hebelwirkung

Was ist ein Hebel an der Börse?

Der Hebel (oder auch Hebelwirkung genannt) wird zur Bewertung von Optionen und Optionsscheinen herangezogen. Er  spiegelt das Verhältnis des Kurses des Optionsscheins zum Basiswert wider.Der Hebel zeigt dem Anleger an, wie viel er mit einer Option bzw. einem Optionsschein verdienen kann. Dabei wird die Anlage in dem jeweiligen Basisinstrument berücksichtigt. 

Beispiel:

Ein Hebel von 2 bedeutet, dass der Anleger mit diesem Optionsschein doppelt so viel verdienen kann, wie mit der Aktie. 

Je größer der Hebel also ist, desto größer ist auch der damit verbundene Effekt und damit auch das Risiko.

Was ist ein Leverage-Effekt?

Hebel und Hebelwirkung sind finanzwirtschaftliche Begrifflichkeiten, die oft auch Leverage-Effekt sowie Gearing, Leverage-Factor und Leverage Indicator bezeichnet werden. 

Wie funktioniert der Hebel?

Der Hebel zeigt, dass schon kleine Variationen einer variablen Größe zu erheblichen Ausschlägen im Resultat führen können. 

Beispiel:

Nehmen wir einmal an, dass die Finanzierungsaufwendungen für Fremdkapital in Bezug auf die Verzinsung des Eigenkapitals niedriger sind. Durch diese Hebelwirkung kann der Einsatz von Fremdkapital die Rendite des Eigenkapitals steigern, aber eben nur solang der Anleger das Fremdkapital zu günstigeren Konditionen aufnehmen kann, als die Investition an Gesamtkapitalrentabilität erzielt. Auch im Bereich des Optionsscheinhandels spielt die Hebelwirkung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Hebel ist dort jener Faktor, um den die prozentual Wertveränderung des Optionsscheines größer ist, als die verursachende prozentual Wertveränderung des Basiswertes (underlying, Aktie), für die der Optionsschein gilt.

Was sagt ein Hebel aus?

Ein Heben gibt lediglich an, wie viele Optionsscheine ein Anleger theoretisch zum aktuell relevanten Basispreis kaufen kann. Er gibt nicht die prozentuale Wertsteigerung eines Calls/Puts an, wenn dessen Basiswert um ein Prozent verteuert/verbilligt.

Wie funktioniert der Hebel beim Traden?

Hebel-Trading gilt für Aktien, Währungen (Devisen), Kryptowährungen, Rohstoffe und viele andere Märkte. In diesem Fall leiht Ihnen der Broker Geld für den Handel. Die Marge steigt exponentiell und Sie handeln einen größeren Kontrakt.

Was ist ein Hebel CFD?

CFDs (Differenzkontrakte oder Differenzkontrakte) sind hochspekulative Derivate und eignen sich nur für Anleger, die die Situation gut kennen und wissen, dass erhöhte Chancen mit erhöhten Risiken verbunden sind.

Ein attraktives Merkmal von CFDs ist ihre Hebelwirkung. Beim Handel mit CFDs müssen Sie nicht den zugrunde liegenden Wert kaufen, sondern müssen eine Marge beim direkten Handelspartner jeder Handelsposition hinterlegen. Die Höhe der Marge hängt von der Anlageklasse des Basiswerts ab.

Wie berechnet sich der Hebel?

Der Hebel wird folgendermaßen berechnet:

100 / Marginsatz = Hebel