Investmentgesellschaft

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Welche Gesellschaftsformen können Investmentgesellschaften haben?

Eine Investmentgesellschaft (auch Investment-Trust, Kapitalanlagegesellschaft) definiert ein Unternehmen, dessen Geschäftszweck es ist, einen oder mehrere Investmentfonds zu verwalten. Deutsche Investmentgesellschaften werden als Kapitalanlagegesellschaften bezeichnet. Die Ausrichtung ihres Geschäftsbereich ist darauf spezialisiert, das bei ihnen eingelegte Geld, im eigenen Namen, für gemeinschaftliche Rechnung der Einleger, nach dem Grundsatz der Risikomischung, in Wertpapieren oder Grundstücken, gesondert vom eigenen Vermögen, anzulegen.Die sich daraus ergebenden Rechte der Einleger (Anteilseigner) sind in Form von Urkunden (Anteilsscheine) auszustellen (§ 1 Abs. 1 KAGG, Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften).Primär dient die Investmentgesellschaft der Kapitalanlage und hat nur eine mittelbare Finanzierungsfunktion. Die Eigentumsrechte und Beziehungen zwischen der Investmentgesellschaft und den Anteilseignern können unterschiedlich, in Vertrags- und Gesellschaftsform, gestaltet werden.

Bei der Gesellschaftsform wird das Verhältnis zwischen Anleger und Investmentgesellschaft durch ein Rechtsinstitut bestimmt. Somit wird die Investmentgesellschaft (zum Beispiel Aktiengesellschaft) durch die Kapitalanleger getragen. Sowohl das Unternehmenskapital als auch das Fondsvermögen bilden eine Einheit. Bei der Vertragsform bilden das Gesellschaftsvermögen der Investmentgesellschaft und das, den Anlegern zustehende, Fondsvermögen zwei getrennte Vermögensmassen. Dadurch kann eine Investmentgesellschaft mehrere, verschieden gestaltete Fonds auflegen. Durch eine unterschiedliche Regelung der Eigentumsverhältnisse am Fondsvermögen ergeben sich zwei mögliche Vertragsvarianten. Zum einen gibt es die Treuhandlösung, bei der die Anteilseigner einen schuldrechtlichen Anspruch gegen die Investmentgesellschaft, auf das treuhänderisch verwaltete Vermögen, besitzen. Die zweite Möglichkeit ist die Miteigentumslösung, bei der die Anteilseigner Miteigentümer des Fondsvermögens, nach Bruchteilen, sind (bevorzugte Variante in deutschsprachigen Ländern).

Nach der Art des Kapitalaufbaus unterscheidet man Unternehmen, welche von ihren Kunden angelegte Gelder in einem gesonderten Fonds verwalten und im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rechnung, nach dem Grundsatz der Risikostreuung, anlegen. Entsprechend ihrer Anlage erhalten die Kunden eine bestimmte Anzahl an Investmentzertifikaten (Anteilsschein), mit denen das Miteigentum am Fondsvermögen verbrieft wird. Durch Ausgabe immer neuer Anteile kann der Fonds theoretisch unbegrenzt wachsen. Die wichtigsten Fondsarten sind Wertpapier- und Immobilienfonds. Tätigkeit und Überwachung von Investmentgesellschaften sind im Investmentgesetz geregelt und werden von der jeweiligen Finanzaufsichtsbehörde überwacht. Bei Neuauflage eines Fonds muss auch dieser genehmigt werden. Außerdem müssen die aktuellen Preise der Anteile regelmäßig veröffentlicht werden.