Jensen Alpha

Bei welchen Arten von Wertpapieren kann das Jensen Alpha angewendet werden?

Das Jensen Alpha, auch Jensen Maß genannt, bestimmt die zusätzliche Rendite eines Wertpapiers oder eines Portfolios von Wertpapieren, die über die theoretisch erwartete Rendite des Wertpapiers hinaus geht. Anwendung findet das Jensen Alpha bei jeglicher Art von Wertpapieren, wie Aktien, Anleihen oder Derivaten. Die theoretische Rendite wird dabei von einem Marktmodell ermittelt, wozu meistens das Capital Asset Pricing Model (CAPM) verwendet wird. Auf Grundlage des CAPM würde sich das Jensen Alpha wie folgt berechnen: αJ=(Ri – Rf) – (βiM * (RM – Rf)), wobei Ri die realisierte Rendite des Wertpapiers oder des Portfolios, RM die Rendite des Marktes, βiM das Beta des Wertpapiers oder des Portfolios und Rf den risikolosen Zinssatz darstellt. Marktmodelle sind risikoadjustiert und beziehen somit, bei der Berechnung der erwarteten Rendite, das Risiko mit ein. Ein positives Jensen Alpha bedeutet, dass, trotz der Einbeziehung des Risikos, in Wirklichkeit eine noch höhere Rendite erzielt werden konnte. Investoren bevorzugen Wertpapiere oder Portfolios mit einem möglichst hohen positiven Jensen Alpha.