Kapitalrücklage

Sind Kapitalrücklagen dem Eigenkapital oder dem Fremdkapital zuzuordnen?

Die Kapitalrücklage ist, nach § 272 Abs. 2 HGB, gesetzlich vorgeschrieben und wird dem Eigenkapital zugerechnet. Als Eigenkapitalposition ist sie auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Zu den Kapitalrücklagen, nach §272 Abs. 2 HGB, gehören das Agio bei der Ausgabe von Gesellschaftsanteilen, Wandelanleihen und Optionen, sowie Zuzahlungen, die Gesellschafter geleistet haben, um zum Beispiel einen Vorzug für ihre Anteile gewährleisten zu können (Vorzugsaktien). Anders formuliert, stellt die Kapitalrücklage denjenigen Betrag dar, den die Gesellschafter, zusätzlich zum Nennwert, der neu ausgegebenen Aktien (junge Aktien) zahlen und der somit nicht dem gezeichneten Kapital zugeordnet werden kann. Die Kapitalrücklage darf nicht an die Eigenkapitalgeber ausgeschüttet werden. Kapitalrücklagen werden gebildet, um zukünftige Investitionen zu finanzieren oder um die Eigenkapitalposition zu stärken.