Schneeballsystem Wie funktioniert ein Schneeballsystem im Anlagebereich?

Das Schneeballsystem wird oft als Pyramidensystem beziehungsweise in Fachkreisen auch als Ponzi-System bezeichnet und beschreibt ein Geschäftskonzept, das auf einem fortwährenden Zuwachs seiner Teilnehmer beruht. Die Teilnehmer eines Schneeballsystems können dabei nur Gewinn erzielen, wenn sie weitere Personen finden, die sich an einer bestimmten Geschäftsidee beteiligen. Das Schneeballsystem hat den Nachteil, dass irgendwann keine Teilnehmer mehr akquiriert werden können und die Gewinne ausbleiben. Auf Grund dessen ist es in Deutschland nach § 16 Abs. 2 UWG und auch in vielen anderen Nationen verboten. Ein Schneeballsystem kann verschiedene Formen annehmen. So gibt es die Herz- und Schenkkreise, in dem die Teilnehmer einen Mitgliedsbeitrag zahlen, der sich erst amortisiert, wenn sie neue Mitglieder werben und von deren Mitgliedsbeitrag wieder einen Anteil erhalten. Solche Schneeballsysteme werden entweder durch staatlichen Eingriff oder an einem Mangel an neuen Mitgliedern aufgelöst. Auch im Finanzbereich weisen sich einige Anlagesysteme als Schneeballsysteme aus. Hierbei werden Anleger mit sehr hohen Renditen geworben, die jedoch nicht erwirtschaftet werden. Will nun ein Anleger seinen Gewinn ausgezahlt bekommen, so muss auf das Anlagevermögen anderer Anleger zurück gegriffen werden. In solchen Anlagesystemen werden die versprochenen Vermögenswerte erst gar nicht erworben oder sind den Preis nicht Wert, zu dem sie den Anlegern ausgegeben werden.