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Standard Chartered Bank senkt Gewinnprognose - Aktienrückkaufprogramm 24.02.2026, 09:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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LONDON (dpa-AFX) - Trotz eines enttäuschenden vierten Quartals schraubt die Standard Chartered Bank die Gewinnbeteiligung für ihre Aktionäre nach oben. "Wir haben unsere Dividende pro Aktie für das Gesamtjahr um 65 Prozent erhöht und kündigen einen neuen Aktienrückkauf im Wert von 1,5 Milliarden Dollar an", sagte Bankchef Bill Winters am Dienstag laut Mitteilung. Für 2025 will das Institut 61 Dollar-Cent je Aktie zahlen. Die Aktie legte zum Handelsauftakt in London moderat zu.

Im vergangenen Jahr verbesserte sich der auf die Aktionäre entfallene Gewinn um ein Viertel auf 5,1 Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro). Dabei halfen allerdings unter anderem auch eine gesunkene Steuerlast sowie geringere Wertberichtigungen. Der operative Gewinn stieg um 7 Prozent. Vor allem im vierten Quartal verfehlte das Zahlenwerk dabei die Markterwartungen, unter anderem aufgrund eines schwachen Handelsgeschäfts.

Für 2026 erwartet das Institut zu konstanten Wechselkursen nun nur noch ein Wachstum des operativen Gewinns am unteren Ende der Spanne von 5 bis 7 Prozent, nachdem bislang das obere Ende im Plan gestanden hatte.

Und auch abseits des Tagesgeschäfts läuft es bei den Briten gerade nicht rund: Das laufende Kostenprogramm dürfte statt zuvor avisierten 1,5 lediglich 1,3 Milliarden Dollar einsparen. Außerdem kündigte vor zwei Wochen überraschend Finanzchef Diego De Giorgi. Er war zwar erst seit zwei Jahren bei dem Institut, galt aber als wichtiger Treiber der Kosteneinsparungen. Der Manager wurde daher auch als möglicher Nachfolger von Chef Winters gehandelt, der seit bald 11 Jahren an der Bankspitze steht.

Im Mai will Standard Chartered einen Kapitalmarkttag abhalten und dann auch einen mittelfristigen Ausblick geben./lew/err/mis

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