Öffentliche Anleihe

Wie werden die festverzinslichen Wertpapiere genannt, mit denen sich öffentliche Haushalte finanzieren können?

Als öffentliche Anleihe werden festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet, die von öffentlichen Trägern, wie dem Bund, den Ländern oder den Gemeinden, emittiert werden. Die öffentliche Anleihe soll dabei helfen, Finanzierungslücken im Haushalt zu schließen. So ist für viele Projekte der öffentlichen Hand ein großer Kapitalbedarf notwendig, der nicht aus Steuern und anderen Abgaben gedeckt werden kann. Da nicht von einer Insolvenz eines Staates ausgegangen wird, wird die öffentliche Anleihe von den Ratingagenturen meistens sehr gut bewertet, da das Risiko eines Zahlungsausfalles gering ist. Dadurch können die öffentlichen Haushalte ihre Schulden zu einem relativ geringen Zins aufnehmen. Allerdings hat der Schuldenstand in vielen Volkswirtschaften bedenkliche Züge angenommen, sodass diese nicht mehr die beste Bewertung erhalten und die Zinszahlungen dadurch höher werden.