Call Optionsschein Wozu sind Call Optionsscheine gut?

Bei einem Call Optionsschein wird dem Käufer das Recht eingeräumt, ein zugrunde liegendes Basisobjekt zu einem vorher definierten Preis, dem Bezugspreis, zu erwerben. Bei einem amerikanischen Optionsschein kann der Inhaber dieses Recht während der gesamten Laufzeit wahrnehmen. Im Gegensatz dazu darf von diesem Recht bei einem europäischen Optionsschein nur am Ende der Laufzeit Gebrauch gemacht werden. Der Käufer wird das Recht nur wahrnehmen, wenn der Bezugspreis unter dem Wert des Basisobjektes liegt. Schließlich kann er dann den Basiswert günstig erwerben und am Kassamarkt zu einem höheren Preis weiterverkaufen. Beispiel: Ein europäischer Call Optionsschein hat eine Aktie als Basiswert. Der Bezugspreis liegt bei 110 € und die Optionsscheinprämie beträgt 5 €. Ist der Wert der Aktie bis zum Ende der Laufzeit auf 120 € gestiegen, erzielt der Investor, abzüglich der Optionsprämie, einen Ertrag in Höhe von 5 € oder eine Performance von 100 %. Oftmals leistet der Emittent vom Optionsschein einen Barausgleich, so dass der Differenzbetrag in Höhe von 10 € direkt ausgezahlt wird. Wenn der Wert des Basisobjektes allerdings nicht über 115 € geht, welches hier die Gewinnschwelle ist steigen würde, würde der Investor einen Verlust erleiden. Wenn die Aktie nicht über 110 € steigt, wird sogar ein Totalverlust erlitten, da eine Ausübung vom Optionsschein sinnlos ist und dieser wertlos verfällt. Der Call Optionsschein ist ein Finanzinstrument, mit dem von steigenden Kursen des Basiswertes profitiert werden kann. Allerdings sind damit auch hohe Risiken verbunden. Schließlich ist auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals denkbar. Das Gegenstück zum Call ist der Put Optionsschein.