Namensaktie

Wie können Namensaktien übertragen werden?

Bei der Namensaktie muss sich der Inhaber der Aktie ins Aktienregister der Aktiengesellschaft eintragen, wenn er gewisse Rechte, die mit der Namensaktie verbunden sind, wahrnehmen will. In das Aktienregister sind sowohl der Name, die Adresse, der Geburtstag als auch die Anzahl der Aktien bzw. die Aktiennummer oder die Höhe des Betrages, bei Nennbetragsaktien, zu vermerken (§ 67 Abs. 1 AktG). Wer nicht im Aktienbuch eingetragen ist, besitzt zwar die Aktien, hat aber noch keine Ansprüche (Dividendenzahlungs- oder Stimmrechtsanspruch) gegenüber der Gesellschaft. Erst die Eintragung legitimiert den Anspruch bzw. nur eingetragene Personen haben einen Anspruch. Bei den Namensaktien handelt es sich um Orderpapiere (§ 68 AktG), welche nur durch ein Indossament oder durch Abtretung der Rechte übertragen werden können. Beim Indossament werden die Rechte, die mit der Namensaktie für den Inhaber verbunden sind, auf den neuen Inhaber übertragen, indem man auf der Rückseite des Papiers einen Vermerk der Übertragung festhält und den Aktienregistereintrag ändert. Handelt es sich um eine vinkulierte Namensaktie, so ist zu der Übertagung der Rechte außerdem noch die Zustimmung der Gesellschaft erforderlich. Durch die Namensaktien ist es dem Emittent möglich, den Kontakt zu den Inhabern zu pflegen und Investor-Relation-Beziehungen aufzubauen. Dem gegenüber steht jedoch, dass ein gewisser Aufwand damit verbunden ist, das Aktienregister zu betreiben, manche Inhaber bevorzugt anonym kaufen möchten und somit nicht in diese Form der Aktien investieren werden. Das Gegenstück zu den Namensaktien bilden die weiter verbreiteten Inhaberaktien.