Nebenwerte Wie werden Aktien von Unternehmen bezeichnet, die nicht zu den Standardwerten gehören?

Als Nebenwerte werden Aktien von Unternehmen, die nicht zu den umsatzstärksten eines Landes oder eines Segmentes zählen, bezeichnet. Diese Aktien sind nicht, wie die Standardwerte, in den bekannten Indizes, wie dem DAX oder dem Dow Jones, verzeichnet. Auf Grund ihrer geringeren Marktkapitalisierung befinden sich die Nebenwerte in kleineren Indizes. Dabei werden die Nebenwerte nochmal feiner in Mid Caps, Small Caps und Micro Caps eingeteilt. Allerdings gibt es keine einheitliche Definition, die es ermöglicht, die Nebenwerte genau einer Kategorie zuzuordnen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Unternehmen, die im MDAX gelistet sind, als Mid Caps zu bezeichnen. Darin sind 50 börsennotierte Firmen gelistet, die zwar noch einen hohen Börsenumsatz aufweisen, der aber geringer ist, als der vom DAX Unternehmen. Als Small Caps können Aktienunternehmen bezeichnet werden, die im SDAX gelistet sind. Diese weisen einen geringeren Umsatz auf, als die Mid Caps. Die Aktien der Nebenwerte werden weniger häufig von professionellen Analysten überprüft. Der Anteil der Eigenrecherche ist für den Investor sicherlich höher. Auch investieren institutionelle Anleger nur in geringeren Maß in Nebenwerte. Schließlich wäre ihr Market Impact höher, da die Handelsumsätze für Nebenwerte geringer sind. Auch ist der Markt illiquider, als der für Standardwerte. Demnach können Aktien schlechter verkauft werden. Die Notierungen von Mid Caps und Small Caps gelten als volatiler, als die der Standardwerte. Deswegen ist das Gewinn- aber auch das Verlustpotential höher anzusehen.