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KI-Boom

TSMC liefert Rekordzahlen – doch Anleger drücken auf Verkauf 15.10.2026, 20:11 Uhr Jetzt kommentieren: 0

KI-Boom: TSMC liefert Rekordzahlen – doch Anleger drücken auf Verkauf
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Gewinn explodiert um 68,7 Prozent

Die Geschäftszahlen lassen zunächst kaum Schwäche erkennen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 51 Prozent auf 1,5 Billionen Taiwan-Dollar, in US-Dollar gerechnet waren es 46,72 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn erreichte 763 Milliarden Taiwan-Dollar und lag damit 69 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch gegenüber dem zweiten Quartal legte der Gewinn nochmals um 8 Prozent zu.

KI-Chips bleiben der entscheidende Motor

Hinter dem Wachstum steht vor allem die Nachfrage nach modernsten Fertigungsverfahren für leistungsfähige Chips. Technologien mit Strukturbreiten von 7 Nanometern und kleiner machten bereits 79 Prozent des Wafer-Umsatzes aus. Allein 3-Nanometer-Chips kamen auf 33 Prozent, 5 Nanometer auf 28 Prozent und die neue 2-Nanometer-Technologie bereits auf 8 Prozent.

Jetzt beschleunigt sogar 2 Nanometer

TSMC erwartet, dass die Nachfrage nach seinen fortschrittlichsten Technologien auch im vierten Quartal hoch bleibt. Besonders der schnelle Hochlauf der 2-Nanometer-Produktion soll das Geschäft stützen. Für das Schlussquartal prognostiziert der Konzern einen Umsatz zwischen 52,3 und 54,3 Milliarden Dollar – deutlich mehr als die 46,72 Milliarden Dollar aus dem gerade abgeschlossenen Quartal.

Die Margen bleiben außergewöhnlich hoch

Auch bei der Profitabilität bewegt sich TSMC auf einem bemerkenswerten Niveau. Die Bruttomarge lag im dritten Quartal bei 66,4 Prozent, die operative Marge bei 58,7 Prozent und die Nettomarge bei 51,1 Prozent. Für das vierte Quartal stellt das Management eine Bruttomarge von 65 bis 67 Prozent sowie eine operative Marge von 56,5 bis 58,5 Prozent in Aussicht.

Rekordzahlen – aber Anleger bleiben nervös

Genau hier liegt der Widerspruch des Tages: TSMC liefert Rekorde, während Anleger gleichzeitig über die Nachhaltigkeit des KI-Booms diskutieren. Im deutschen Handel notierte die ADR am Donnerstagabend rund 3 Prozent im Minus. Fundamentale Schwäche zeigen die Quartalszahlen bislang jedoch nicht – im Gegenteil: Der deutliche Umsatzsprung und der nochmals höhere Ausblick machen TSMC derzeit zu einem der stärksten Gegenargumente zur These, die KI-Nachfrage breche bereits ein.

Bn-Redaktion/lh
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