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SAP unter Druck

KI-Deal nach dem Absturz 07.10.2026, 16:14 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SAP unter Druck: KI-Deal nach dem Absturz
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© SAP SE / Norbert Steinhauser
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SAP-Aktie verliert im schwachen Markt

Am 7. Oktober lag die SAP-Aktie am frühen Nachmittag bei 186,60 Euro. Das entsprach einem Rückgang von 1,06 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 188,60 Euro. Nach einigen besseren Handelstagen gab das Papier damit wieder nach. Allerdings entwickelte sich SAP robuster als der Gesamtmarkt, denn der DAX verlor gleichzeitig 1,49 Prozent. Der Rücksetzer fiel damit in einen Handelstag, an dem auch der deutsche Leitindex unter Druck stand.

TechWolf soll bis Jahresende dazugehören

Mit dem am Dienstag angekündigten Zukauf will SAP sein Softwareangebot für Personalabteilungen erweitern. Die Transaktion soll voraussichtlich noch vor dem Jahresende abgeschlossen werden. Einen Kaufpreis oder weitere finanzielle Einzelheiten veröffentlichte der Konzern nicht. Für TechWolf ist nach der Übernahme eine Fortführung als eigenständiges Unternehmen vorgesehen. Die Leitung soll beim bisherigen Chef Andreas De Neve bleiben. SAP verbindet den Erwerb damit mit personeller Kontinuität an der Spitze des KI-Spezialisten.

KI soll Personalentscheidungen unterstützen

Das Datenmodell Context Graph for Work erfasst Tätigkeiten und Fähigkeiten von Beschäftigten und verknüpft diese mit der Unternehmensstrategie. Personalabteilungen sollen dadurch eine bessere Grundlage für Einstellungen, Umschulungen oder interne Versetzungen erhalten. „TechWolfs proprietärer Context Graph for Work bietet eine sehr starke Daten- und Wissensgrundlage für Anfragen von KI-Agenten rund um Arbeits- und Kompetenzplanung sowie Talentmanagement“, sagte Manoj Swaminathan, Mitglied des erweiterten SAP-Vorstands. Viele dieser Abläufe lassen sich mithilfe künstlicher Intelligenz automatisieren. Im Mittelpunkt steht damit die Verbindung von Mitarbeiterkompetenzen und betrieblichem Personalbedarf.

SAP war bereits als Geldgeber beteiligt

Die beiden Unternehmen arbeiten schon vor dem geplanten Eigentümerwechsel zusammen. SAP-Kunden können das TechWolf-Angebot bereits im Rahmen einer Kooperation nutzen. Auch finanziell bestanden zuvor Verbindungen: Bei einer früheren Finanzierungsrunde sammelte das 2018 gegründete belgische Unternehmen rund 43 Millionen Dollar ein, umgerechnet rund 38,2 Millionen Euro zum Wechselkurs vom 6. Oktober. SAP gehörte zu den Geldgebern. Der geplante Kauf baut somit auf einer bestehenden geschäftlichen Beziehung auf.

Zum Jahreshoch bleibt eine große Lücke

An der Börse betrug der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 240,22 Euro weiterhin 22,32 Prozent. Zugleich lag die Aktie deutlich oberhalb ihres 52-Wochen-Tiefs von 127,50 Euro. Bis zum betrachteten Kursstand wurden 442.871 SAP-Aktien gehandelt, gegenüber 1.261.520 Papieren am gesamten Vortag. Der erhebliche Rückstand zum Hoch ist damit vom wesentlich kleineren Tagesverlust zu unterscheiden. Auch die Handelsvolumina sind wegen der unterschiedlich langen Betrachtungszeiträume nicht unmittelbar als vollständige Tageswerte vergleichbar.

 
 
Bn-Redaktion/ar
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