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Eon sieht sich trotz wetterbedingt verzögerter Investitionen auf Kurs 12.08.2026, 08:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Energiekonzern Eon DE000ENAG999 setzt bei seinen Investitionsvorhaben auf die kommenden Monate. Im ersten Halbjahr lagen die Investitionen etwa für Energieinfrastruktur und Digitalisierung mit 3 Milliarden Euro rund 7 Prozent unter dem Vorjahreswert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Essen mit. Grund dafür waren laut Eon witterungsbedingte Verzögerungen zu Jahresbeginn, die im Jahresverlauf nachgeholt werden sollen. Für 2026 stehen bei den Essenern weiterhin 8,7 Milliarden Euro im Plan, was etwas mehr wäre als 2025. Auch die Ergebnisziele bestätigte das Management am Mittwoch bei Vorlage des Halbjahresberichts. Die Aktie lag vorbörslich im Minus.

Das Papier verlor auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich mit dem Xetra-Schluss des Vortags 0,9 Prozent. Die Resultate hätten im Einklang mit den Schätzungen von Analysten gelegen, schrieb Experte Alexander Wheeler von der kanadischen Bank RBC.

Bislang bremsen die verzögerten Investitionen des Dax-Konzerns DE0008469008 aber auch das Ergebniswachstum aus, weil der operative Gewinn bei Eon in weiten Teilen an den Ausbau des Energienetzes geknüpft ist, wessen Betrieb den Löwenanteil zum Ergebnis beiträgt. Das um nicht-operative Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr nur leicht auf 5,4 Milliarden Euro.

Der Ergebnisbeitrag aus dem wichtigen Netzgeschäft blieb quasi stabil. Das Vertriebsgeschäft bewegte sich leicht unter Vorjahresniveau. Im Geschäft mit Städten, Gemeinden, Gewerbe und Industrie legte Eon zu, der Bereich steuert allerdings am wenigsten zum Gesamtergebnis bei. Der bereinigte Gewinn des Konzerns verbesserte sich um 5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

Im Gesamtjahr strebt Eon ein operatives Ergebnis von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro an und einen bereinigten Überschuss von 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro. Bis 2030 soll das operative Ergebnis auf 13 Milliarden und der bereinigte Gewinn auf 3,8 Milliarden Euro zulegen. Zudem sind für die Jahre 2026 bis 2030 rund 48 Milliarden Euro Investitionen das Ziel.

Der Schwerpunkt liegt dabei unverändert im Ausbau, der Modernisierung und Digitalisierung des Verteilnetzes: 40 Milliarden Euro nimmt Eon allein für den Netzausbau in die Hand. Vor allem das Strom-Verteilnetz spielt eine wichtige Rolle beim Energie-Umbau Deutschlands hin zur Klimaneutralität. So speisen fast alle Wind- und Solaranlagen ihren Strom in das Verteilnetz ein. Um das erklärte Ziel einer emissionsfreien Stromerzeugung in Deutschland 2035 zu erreichen, braucht es deshalb hohe Investitionen, unter anderem in Neuanschlüsse und die Modernisierung.

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