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IG Metall stellt sich auf Konflikt um VW-Werk Hannover ein 31.08.2026, 16:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Nach der Sonder-Betriebsversammlung im Volkswagen-Werk DE0007664039 Hannover hat die IG Metall dem Konzern mit Widerstand gegen mögliche Einschnitte gedroht. "Die Beschäftigten haben geliefert und liefern, und jetzt ist der Vorstand an der Reihe zu liefern", sagte IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger. Gefordert seien tragfähige Zukunftsperspektiven für die Standorte.

Die Gewerkschaft suche den Konflikt nicht, sagte Gröger. Bleibe der Vorstand jedoch auf dem aus ihrer Sicht falschen Kurs, werde die IG Metall den Konflikt nicht scheuen und sich darauf vorbereiten. Die 2024 geschlossene Vereinbarung müsse umgesetzt werden. Sie sieht nach Gewerkschaftsangaben neben Einschnitten für die Beschäftigten eine Beschäftigungssicherung bis 2030 sowie Investitionen in Standorte und Produkte vor.

Nach Angaben des Betriebsrats nahmen rund 5.500 Beschäftigte an der nicht öffentlichen Versammlung teil. Weitere Mitarbeiter hätten aus Platzmangel abgewiesen werden müssen. Betriebsratschef Stavros Christidis berichtete von Szenenapplaus und Buhrufen gegen den Vorstand. Die Beschäftigten wollten um ihre Arbeitsplätze kämpfen.

Christidis warf dem Konzern strategische Fehlentscheidungen und eine unzureichende Kommunikation vor. Vom Auftritt des Finanzvorstands Arno Antlitz habe er sich mehr erwartet. Für Hannover forderte Christidis, den Transporter, wie vertraglich vereinbart, nach 2031 wieder am Standort zu bauen.

Antlitz erklärte dagegen, Volkswagen habe nicht genügend Volumen, um alle europäischen Werke auszulasten. Aus heutiger Sicht gebe es für vier deutsche Standorte keine wirtschaftliche Nachfolgebelegung, wenn die aktuellen Produkte Anfang der 2030er Jahre ausliefen. Dazu gehöre auch Hannover. Europaweit müssten Kapazitäten für rund 500.000 Fahrzeuge abgebaut werden. Andernfalls drohe dauerhaft ein Kostennachteil von rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Als Belastungen nannte Antlitz unter anderem US-Zölle, den Absatzrückgang in China und die wachsende Konkurrenz durch chinesische Hersteller in Europa. Die Fabrikkosten in Hannover seien trotz Fortschritten weiterhin deutlich höher als in anderen europäischen Werken.

Werksschließungen seien für Volkswagen die teuerste und letzte Lösung, betonte Antlitz. Sollte eine Nachfolgeproduktion nicht möglich sein, wolle der Konzern neue Perspektiven für Beschäftigung und industrielle Wertschöpfung entwickeln. Entscheidungen sollten nach fairen Kriterien fallen. Alle Standorte bekämen die gleiche Chance.

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