LONDON (dpa-AFX) - Die zurückgehende Nachfrage nach Corona-Mitteln hat sich zum Jahresauftakt beim Pharmakonzern GSK bemerkbar gemacht. Zudem profitierten die Briten auch nicht mehr wie vor einem Jahr von gewinnträchtigen Einmaleffekten und müssen nach der Abspaltung ihres Konsumgütergeschäfts erstmal ihre Pipeline wieder auffüllen. Umsatz und operativer Gewinn gingen deshalb zurück, wie aus den am Mittwoch in London veröffentlichten Quartalszahlen des Konzerns hervorgeht. Seine Prognose für 2023 bestätigte GSK.

Wenn man wie in der Jahresprognose das Covid-Geschäft ausklammert, legte der Umsatz zehn Prozent zu. Absolut ging er aber bei konstanten Wechselkursen um acht Prozent auf knapp sieben Milliarden Pfund zurück (7,9 Mrd Euro). Damit schnitt GSK aber noch besser ab als von den Analysten erwartet.

Der Gewinn je Aktie ging ebenfalls um acht Prozent zurück auf 36,8 Pence. Der Gewinn aus dem Tagesgeschäft schrumpfte mit einem Minus von 15 Prozent auf gut zwei Milliarden Pfund sogar noch stärker. Das Management hatte nach eigenen Aussagen aber mit einem noch stärkeren Rückschlag gerechnet. Grund dafür ist auch, dass GSK vor einem Jahr von dem Patentstreit mit Gilead Science profitiert hatte./lew/mne/jha/