ROUNDUP: Neue Forschungsanlage soll Windenergie weiterbringen

vom 15.08.2023, 16:45 Uhr
Windrad
Foto von Diego Vivanco auf Pixabay

KRUMMENDEICH (dpa-AFX) - Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist im niedersächsischen Landkreis Stade am Dienstag eine Anlage zur Erforschung der Windenergie eröffnet worden. Betrieben wird der Forschungspark namens Wivaldi vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Die Windenergie hat noch weiteres großes technologisches Potenzial", sagte die Vorstandsvorsitzende des DLR, Anke Kaysser-Pyzalla. Man wolle die Forschung für die Gesellschaft und für die Wirtschaft nutzbar machen, sagte sie. Der Bau der Anlage, die nahe der Elbmündung nordwestlich von Hamburg liegt, kostete rund 50 Millionen Euro.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte anlässlich der Eröffnung Wivaldis, der Klimaschutz sei eine enorm schwierige Aufgabe, der man sich stellen müsse, wenn man nicht unsagbare Alternativen in Kauf nehmen wolle. In Niedersachsen gebe es Vorzüge der Natur, beispielsweise bei den Windverhältnissen. "Es ist für uns die Chance auch einer großen wirtschaftlichen Stärkung", sagte Weil. Damit die Energiewende erfolgreich verlaufe, brauche es Forschung. "Deswegen ist, ich sagte es, unsere Unterstützung für Wivaldi auch eine strategische Entscheidung."

Bezahlt wurde der Bau des Forschungsparks vom Bundesministerium für Klimaschutz und vom Wissenschaftsministerium Niedersachsens. Aus Niedersachsen kamen rund 16 Millionen Euro.

Dem DLR zufolge handelt es sich bei Wivaldi um eine "weltweit einzigartige Großforschungsanlage". Die Anlage besteht aus drei Windenergieanlagen, mehreren Messmasten und einer Leitwarte, in der die Forscherinnen und Forscher sitzen. Die gesamte Anlage ist mit mehr als 2000 Sensoren ausgestattet, die unter anderem Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit und Temperatur messen. Die Anlage erzeuge einen Datenschatz für die Wissenschaft, heißt es vom DLR.

Das Ziel des DLR ist es, mit Unternehmen auf der Forschungsanlage neue Technologien zu entwickeln, um die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit der Windenergie zu verbessern. So wird beispielsweise an intelligenten Rotorblättern geforscht, die sich an den Wind anpassen. Sie heißen Smartblades. Auch arbeiten Forscher auf der Anlage daran, Schallemissionen zu verringern. Damit soll die Akzeptanz der Windenergie verbessert werden.

Mit der Erforschung der Windenergie soll Wivaldi auch die Energiewende voranbringen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres war die Windenergie mit einem Anteil von 32,2 Prozent die wichtigste Quelle für Strom in Deutschland. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. In den Sektoren Wärme und Verkehr haben erneuerbare Energien deutlich geringere Anteile. Deutschland soll bis 2045 klimaneutral sein.

Entwickelt wurde Wivaldi vom Forschungsverbund Windenergie. Zum Forschungsverbund gehören das DLR, das Zentrum für Windenergieforschung ForWind und das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme. Zudem besteht eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller von Windenergieanlagen Enercon./lkm/DP/ngu

Quelle: dpa-AFX

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer