Credit Linked Note (CLN)

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Was ist eine Credit Linked Note (CLN)?

Der Credit Linked Note weißt Charakteristika einer klassischen Anleihe auf, wobei das Zahlungsprofil von dem Kreditereignis eines oder mehrerer Referenzaktiva abhängt. Es kann folglich als Kombination von Schuldverschreibung und Kreditderivat verstanden werden. Bei einem Credit Linked Note erwirbt der CLN-Investor die vom CLN-Emittent veräußerte Schuldverschreibung für einen Initialbetrag (Nominalbetrag bzw. Ausgabepreis). Dabei stellt sich der CLN-Emittent häufig als eine von Banken genutzte Zweckgesellschaft (engl. Special Purpose Vehicle) dar. Für die Schuldverschreibung erhält der CLN-Investor regelmäßige Zahlungen in Form einer Verzinsung, die durch feste Kuponzahlungen oder variable Zahlungen (z.B. LIBOR zuzüglich eines bonitätsbezogenen Spreads) erfolgt. Der CLN-Emittent hinterlegt den vom CLN-Investor erhaltenen Initialbetrag in ein risikofreies Investment und erhält dafür ebenfalls regelmäßige Zahlungen. Die Zahlungen aus dem sicheren Investment zusammen mit der Risikoprämie aus dem Credit Default Swap (CDS), dessen Käufer gleichzeitig der CLN-Emittent ist, ergeben die regelmäßigen Zahlungen des CLN-Emittenten an den CLN-Investor. Die Höhe der Rückzahlung des Initialbetrages an den CLN-Investor am Ende der Laufzeit des Credit Linked Note ist dabei an den Eintritt eines Kreditereignisses beim Referenzaktivum gebunden. Tritt kein Kreditereignis ein, so erhält der CLN-Investor den vollen Initialbetrag zurück. Bei Eintritt eines Kreditereignisses erfolgt die Tilgung nur durch einen Resterlös, das heißt vom Initialbetrag wird die durch das Kreditereignis erforderliche Ausgleichszahlung abgezogen. Die Besonderheit eines Credit Linked Note ist das doppelte Risiko für den CLN-Investor. Er trägt das Ausfallrisiko des Referenzaktivums und das des CLN-Emittenten.