ETF (Exchange Traded Funds) Welche Eigenschaften unterscheiden einen ETF von einem klassischen Investmentfonds?

Exchange Traded Funds werden mit ETF abgekürzt und bezeichnen Fonds, deren Anteile regulär an der Börse gehandelt werden. Damit wird der Handel von Fondsanteilen vereinfacht, da dieser bei ETF's genauso abläuft, wie bei Aktien. Die Kurse eines ETF werden im Gegensatz zum täglichen Rücknahmepreis eines klassischen Fonds fortlaufend ermittelt, sie sind also deutlich flexibler zu handeln. Außerdem ist der Spread zwischen An- und Verkaufskurs sehr gering, da hier kein Ausgabeaufschlag anfällt. Dadurch, dass die ETF's meist passive Indexfonds sind, fallen bei Ihnen lediglich außerordentlich geringe Verwaltungsgebühren an. Mittlerweile sind aber auch aktiv gemanagte Exchange Traded Funds erhältlich, diese orientieren sich jedoch meist an einem Index und versuchen lediglich durch gewisse Abweichungen von dessen Zusammensetzung eine Outperformance zu realisieren. Rein rechtlich gelten die ETF's als Sondervermögen der Emittenten, was bedeutet, dass ihr Kapital von dem des Emittenten getrennt ist, ein Bonitätsrisiko ist daher auszuschließen. Viele Börsen haben bereits ein spezielles Marktsegment für die ETF's eingerichtet, in Deutschland liegt der Schwerpunkt im elektronischen Handelssystem Xetra der Deutschen Börse in Frankfurt.