Fake-NFT Börsenlexikon Vorheriger Begriff: Evolved Apes NFT Nächster Begriff: Fantom (FTM)

Ein betrügerisch erstelltes oder plagiiertes digitales Asset auf der Blockchain, das als einzigartig ausgegeben wird, aber entweder gefälscht, gestohlen oder ohne Zustimmung des ursprünglichen Erstellers verkauft wird, um Käufer zu täuschen

Ein Fake-NFT ist ein nicht authentisches oder irreführend dargestelltes Non-Fungible Token, das Käufer über seine Echtheit, Urheberschaft oder den damit verbundenen Nutzen täuschen soll. Solche Tokens werden oft so gestaltet, dass sie offiziellen, bekannten oder wertvollen NFT-Projekten täuschend ähnlich sehen, um von deren Bekanntheit zu profitieren.

Charakteristische Merkmale

  1. Kopierte Metadaten oder Bilder

    • Häufig werden Grafiken, Videos oder 3D-Modelle aus erfolgreichen Projekten (z. B. Bored Ape Yacht Club) heruntergeladen und als eigene NFTs auf einer Blockchain neu gemintet.

  2. Irreführende Namen und Beschreibungen

    • Leichte Abwandlungen des Projekt- oder Sammlungsnamens (z. B. „Bored Ape Yacht Klub“) sollen den Anschein von Zugehörigkeit erwecken.

  3. Falsche Urheberangaben

    • Die Angabe, das NFT stamme vom Originalkünstler oder offiziellen Projektteam, ohne dass dies tatsächlich zutrifft.

  4. Manipulierte Smart Contracts

    • Verträge, die nicht den offiziellen Projektadressen entsprechen oder versteckte, nachteilige Funktionen enthalten.

Entstehung und Verbreitung

Fake-NFTs entstehen häufig durch das freie Minten von Inhalten auf Marktplätzen wie OpenSea, LooksRare oder Blur. Da viele Plattformen das Hochladen eigener Medien und das Erstellen von NFT-Collections erlauben, können Betrüger leicht Inhalte kopieren und unter eigenem Namen veröffentlichen.

Risiken für Käufer

  • Verlust des investierten Geldes: Ein Fake-NFT hat in der Regel keinen Marktwert, da es nicht Teil der echten Sammlung ist.

  • Fehlende Rechte: Der Erwerb eines Fake-NFTs verschafft keine Rechte an der zugrunde liegenden Kunst oder den versprochenen Projektvorteilen.

  • Kein Zugang zu Utilities: Exklusive Funktionen, Airdrops oder Veranstaltungen des Originals sind in der Regel nur echten Besitzern vorbehalten.

Erkennung von Fake-NFTs

  1. Verifizierte Sammlungen: Auf seriösen Marktplätzen haben etablierte Projekte ein Verifizierungssymbol.

  2. Offizielle Projektlinks: Vergleich der Contract-Adresse mit der auf der offiziellen Website angegebenen.

  3. Transaktionshistorie: Analyse auf Etherscan oder vergleichbaren Explorern, um Herkunft und Eigentümerhistorie zu prüfen.

  4. Social-Media-Abgleich: Bestätigung über offizielle Kanäle des Projekts.

Gegenmaßnahmen im Markt

  • Marktplätze setzen zunehmend Automatisierte Erkennungssysteme und manuelle Review-Teams ein, um Fakes zu sperren.

  • Blockchain-Communities warnen aktiv vor gefälschten Sammlungen über Foren, Discord und Twitter.

  • Smart-Contract-Standards (z. B. EIP-2981 für Royalties) können helfen, Originalwerke zu identifizieren, sind aber kein vollständiger Schutz.

Fazit

Fake-NFTs sind ein erhebliches Problem im wachsenden NFT-Markt und können sowohl finanzielle Verluste als auch Reputationsschäden verursachen. Sie entstehen leicht durch kopierte Inhalte und irreführende Präsentation, lassen sich aber durch sorgfältige Prüfung von Contract-Adressen, Verifizierungen und offiziellen Projektinformationen weitgehend vermeiden. Käufer sollten vor jedem Erwerb die Echtheit eines NFTs anhand mehrerer unabhängiger Quellen überprüfen.