Hedging

Was versteht man unter Hedging?

Hedging bezeichnet das Eingehen eines Finanzgeschäfts zur Absicherung gegen Kurs-, Wechselkurs- oder Preisschwankungen einer Transaktion. Die Person, die Hedging betreibt, wird als Hedger bezeichnet. Hedging ist mit verschiedenen derivativen Finanzinstrumenten möglich, wozu sich an der Börse gehandelte (z.B. Futures oder Optionen) als auch außerbörsliche Finanzinstrumente (z.B. Forwards) eignen. Ein Vorteil von Hedging ist, dass sich der Hedger auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann, da sich die Risiken im Zusammenhang mit Zinssätzen, Wechselkursen, In- und Outputpreisen sowie anderen Marktvariablen minimieren. Außerdem reduziert Hedging die Wahrscheinlichkeit der Insolvenz des Unternehmens durch die geringere Variabilität der Cashflows, was sich durch die verminderten (direkten und indirekten) Insolvenzkosten auch positiv auf den Unternehmenswert auswirkt. Nachteil des Hedgings ist, dass die Anteilseigner in der Regel schon diversifiziert sind und ihre eigenen Hedgingentscheidungen treffen können. Des Weiteren kann Hedging das Risiko für das Unternehmen erhöhen, falls die Konkurrenz nicht hedgt. Dieser Fall tritt zum Beispiel dann ein, wenn ein Hedgegeschäft für eine Long Position gegen steigende Preise abgeschlossen wurde, die Preise jedoch fallen und die Konkurrenz so die Transaktion zu einem günstigeren Preis ausführen kann, als der Hedger. Ist durch Hedging die vollständige Eliminierung des Risikos möglich, spricht man von einem Perfect Hedge. Hierbei muss der Umstand gegeben sein, dass es ein Finanzinstrument auf das gewünschte Asset gibt, dass mit der Laufzeit zu dem Termin endet, wo der Kauf bzw. Verkauf des Assets stattfinden soll.