Rezession

Was passiert in einer Rezession?

Der Begriff der Rezession beschreibt eine kontraktive Konjunkturperiode. Eine Rezession liegt vor, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinander folgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorquartalen nicht gewachsen ist oder zurückgegangen ist (Rückgang des BIP). Nach dieser Definition hat Japan bisher in allen OECD-Ländern den längsten Zeitraum ohne Rezession abgeschlossen (132 Quartale). Australien hatte 2017 mit 102 Quartalen die längste Laufzeit.

Laut Sachverständigenrat besteht eine Rezession bei einem Rückgang der relativen Output-Lücke um mindestens zwei Drittel der jeweiligen Potenzialwachstumsrate mit einer aktuell negativen Output-Lücke. 

Was sind die typischen Merkmale einer Rezession?

Die Rezession ist eine der vier Phasen, die der Konjunkturzyklus einer Volkswirtschaft durchlaufen kann. Dabei handelt es sich um die Phase, bei der sich die Wirtschaft abschwächt. Die anderen vier Phasen sind die expansive Phase (Aufschwung), die Hochkonjunktur (Boom) und die Depression (Konjunkturtief).

Oft spricht man erst von einer Rezession, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorperioden ein Abschwung der Wirtschaft sichtbar wird oder die Wirtschaft stagniert. Oftmals ist sie jedoch schon vorher durch sinkende Börsenkurse erkennbar. Als Indikator für das Wachstum kann dabei das Bruttoinlandsprodukt herangezogen werden. Charakteristische Merkmale einer Rezession sind ein Nachfragerückgang, sinkende Kurse an der Börse, sinkende beziehungsweise stagnierende Löhne, Zinsen und Preise, ein Rückgang der Investitionsbereitschaft, überfüllte Lager, pessimistische Erwartungen über die zukünftige Wirtschaftssituation oder beginnende Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden sowie die zunehmende Zahl an Konkursen.

Wann erfolgt eine Rezession?

Eine Rezession folgt in den meisten Fällen einer Phase von Hochkonjunktur. In ihr werden Unternehmen, die neben den technischen und wirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr überlebensfähig sind, vom Markt aussortiert. Verstärkt sich der in der Rezession vorherrschende Abschwung oder hält die Stagnation der Wirtschaft über einen längeren Zeitraum an, so spricht man von einer Depression.