Staking-Rendite nach Blockchain Börsenlexikon Vorheriger Begriff: Staking-Erträge Nächster Begriff: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Krypto-Staking

Eine attraktive Möglichkeit, passives Einkommen mit Kryptowährungen zu erzielen

Die Staking-Rendite bezeichnet die durchschnittliche Verzinsung, die Nutzer durch das Staking ihrer Token in verschiedenen Proof-of-Stake (PoS)-basierten Netzwerken erzielen können. Die Renditen variieren je nach Protokoll, Inflationsmodell, Anzahl der Staker und weiteren technischen Parametern. Dieser Überblick bietet eine strukturierte Vergleichsbasis für Anleger, die passive Einkünfte durch Krypto-Staking erzielen möchten – inklusive eines kleinen Leitfadens für den Einstieg.

Übersicht: Staking-Renditen ausgewählter Blockchains

Blockchain Token Rendite (APY) Unbonding-Zeit Slashing-Risiko Bemerkungen
Ethereum ETH 3 % – 5 % ca. 1 Tag (Queue) Hoch Hohe Sicherheit, Liquid Staking verbreitet
Polkadot DOT 10 % – 14 % 28 Tage Mittel Hohe Inflation, lange Sperrzeit
Cosmos ATOM 9 % – 12 % 21 Tage Hoch Governance-aktiv, viele Validatoren
Solana SOL 6 % – 8 % 2–3 Tage Gering Schnelles Unstaking, hohe Netzwerkgeschwindigkeit
Avalanche AVAX 8 % – 11 % 14 Tage Mittel Komplexes Staking-Design
Tezos XTZ 5 % – 6 % keine fixe Frist Gering Flexible Auszahlungen („Baking“)
Cardano ADA 3 % – 5 % Keine Sperrzeit Niedrig Einfache Delegation, hohe Dezentralität
Near Protocol NEAR 10 % – 12 % 36–48 Stunden Mittel Automatische Re-Stake-Funktion
Algorand ALGO 5 % – 6 % (ehemals) keine Gering Staking wurde 2022 reformiert
Flow FLOW 7 % – 10 % ca. 7–8 Tage Mittel Entwicklerzentriert, NFT-Plattform

Hinweis: Die angegebenen APYs sind Durchschnittswerte und können je nach Plattform, Validator-Auswahl und Netzwerkbelastung schwanken.

Einflussfaktoren auf die Staking-Rendite

  • Gesamteinsatzquote im Netzwerk (mehr gestaktes Kapital = geringerer individueller APY)

  • Inflationsrate des Tokens

  • Validatorenleistung (Uptime, Governance, Slashing-Historie)

  • Slashing-Parameter (bei Fehlverhalten droht Verlust)

  • Delegationsgebühren (Abzug von Rewards durch Validator)

Staking-Vergleich: Direktes vs. Liquid Staking

Kriterium Direktes Staking Liquid Staking (z. B. stETH, LDOT)
Belohnungen Ja Ja
Liquidität Eingeschränkt (Sperrzeit) Hoch (sofort handelbar)
Slashing-Risiko Ja Ja
DeFi-Nutzung Eingeschränkt Vielfältig nutzbar
Kontrolle über Token Hoch Mittel (abhängig vom Protokoll)

Liquid Staking ermöglicht es, Staking-Rewards mit weiterer Kapitalverwendung zu kombinieren – etwa durch Lending, Yield Farming oder Handel.

Mini-„How to“: In 5 Schritten zum Staking-Einkommen

  1. Wallet und Token wählen:
    Entscheide dich für eine PoS-Blockchain und erwerbe deren nativen Token (z. B. ADA, ATOM, DOT).

  2. Staking-Plattform auswählen:
    Entweder direkt über offizielle Wallets (z. B. Keplr, Yoroi) oder über zentrale Anbieter wie Binance, Kraken oder Coinbase. Alternativ: Liquid-Staking-Protokolle wie Lido, Acala, Rocket Pool.

  3. Validator/Pool prüfen:
    Achte auf geringe Gebühren, stabile Uptime und geringe Slashing-Historie.

  4. Stake durchführen:
    Delegiere deine Token an einen Validator – oder tausche sie gegen Liquid-Staking-Token.

  5. Erträge beobachten und reinvestieren:
    Re-stake deine Erträge für Zinseszins oder diversifiziere über verschiedene Netzwerke.

Fazit

Staking-Renditen bieten eine attraktive Möglichkeit, passives Einkommen mit Kryptowährungen zu erzielen. Dabei variiert die Verzinsung je nach Blockchain, Systemarchitektur und persönlicher Staking-Strategie. Wer Sicherheit, Liquidität und Effizienz geschickt kombiniert, kann durch gezielte Auswahl von Netzwerk und Staking-Modell seine Rendite optimieren – und gleichzeitig zur Dezentralisierung und Sicherheit des jeweiligen Ökosystems beitragen.