Tenderverfahren Wann spricht man vom Tenderverfahren im Wertpapiergeschäft?

Die Erstplatzierung von Wertpapieren erfolgt über das Tenderverfahren. Dem Meistbietenden werden unter Beachtung eines Mindestpreises die Wertpapiere verkauft. Es werden das Zinstender- und das Mengentenderverfahren unterschieden. Beim Zinstenderverfahren müssen die Gebote der Interessenten unter Angabe von Kaufpreis bzw. Zinssatz und -menge schriftlich abgegeben werden. Beim Mengentender gibt der Emittent den Preis bzw. Zins vor, somit hat der Interessent nur die Möglichkeit der Kaufmengenangabe, die ebenfalls schriftlich erfolgen muss. Das gesamte Emissionsgeschäft wird dann so aufgeteilt, dass, beginnend mit dem Höchstgebot, abwärts zugeteilt wird. Im Rahmen des holländischen Verfahrens erfolgt die Zuteilung zu Einheitskonditionen. Im Rahmen des amerikanischen Verfahrens erfolgt sie zu den Konditionen gemäß den Geboten. Die Deutsche Bundesbank verwendet dieses Verfahren im Rahmen der Offenmarktpolitik.