xTAROT Börsenlexikon Vorheriger Begriff: TAROT-Token Nächster Begriff: Beefy Finance
Ein Token, der durch das Sperren von TAROT-Token auf der Tarot-Plattform entsteht, um Governance-Rechte, höhere Staking-Belohnungen und Einfluss auf dezentrale Kreditpools auf Blockchains wie Fantom und Optimism zu erhalten
xTAROT ist der Staking-Token des Tarot-Protokolls, der durch das Sperren (Staking) des nativen Governance-Tokens TAROT entsteht. Er stellt einen nicht übertragbaren Anteilsschein an den laufenden Einnahmen des Protokolls dar und ist ein zentrales Element der wirtschaftlichen Architektur von Tarot. xTAROT verleiht seinen Inhabern Anspruch auf Erträge, erhöht das Governance-Gewicht und schafft einen Anreiz zur langfristigen Bindung an das Protokoll. Das Design ist dabei auf Nachhaltigkeit, Wertsteigerung und dezentrale Steuerung ausgerichtet.
Entstehung und Mechanismus
Nutzer können ihre TAROT-Token in einen Smart Contract des Protokolls einzahlen, um im Gegenzug xTAROT zu erhalten. Der Mechanismus ist ähnlich wie bei vergleichbaren Modellen in anderen DeFi-Protokollen, z. B. xSUSHI (SushiSwap) oder xCRV (Curve Finance).
Die wichtigsten Eigenschaften sind:
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Kein fixer Locking-Zeitraum
Das Staking ist zeitlich unbefristet. Nutzer können ihre TAROT jederzeit in xTAROT umwandeln – und auch wieder zurück, wobei beim Ausstieg ein zeitlich verzögerter Rücktausch gelten kann. -
Wechselkurs TAROT ↔ xTAROT steigt stetig
Der Wert eines xTAROT wächst im Verhältnis zu TAROT, da Erträge im Smart Contract akkumuliert werden. Beispiel:
Anfangs: 1 xTAROT = 1 TAROT
Nach Einnahmen: 1 xTAROT = 1,1 TAROT
Dieser Mechanismus erzeugt einen automatischen Wertzuwachs für xTAROT-Inhaber – ohne dass diese ihre Position aktiv verwalten müssen. -
Nicht übertragbar
xTAROT ist kein handelbarer Token. Er kann ausschließlich durch Ein- und Ausstieg aus dem Staking Contract erzeugt bzw. vernichtet werden. Das fördert langfristige Beteiligung und erschwert kurzfristige Spekulation.
Ertragsquelle: Einnahmen des Protokolls
xTAROT-Inhaber profitieren direkt von den Einnahmen, die Tarot durch seine Aktivitäten erzielt. Diese Einnahmen fließen aus verschiedenen Quellen:
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Lending-Gebühren
Zinsen, die Kreditnehmer zahlen, werden teilweise an den xTAROT-Staking-Pool umgeleitet. -
Liquidationsboni
Bei der Abwicklung unterbesicherter Positionen verdient das Protokoll einen Anteil, der ebenfalls xTAROT-Stakern zugutekommt. -
Strategie-Gebühren aus Leveraged Yield Farming
Nutzer, die gehebelte Farming-Strategien nutzen, zahlen Gebühren, die zum Teil in den Ertragspool für xTAROT fließen. -
Bribe-Einnahmen oder Partnerschaftserträge
Zusätzliche Einnahmen können durch Integrationen mit externen DeFi-Protokollen entstehen, etwa über Bribes für Governance-Votes oder strategische Allianzen.
Diese Einnahmen werden regelmäßig in TAROT umgewandelt und in den xTAROT-Pool eingezahlt, wodurch der Wert jedes einzelnen xTAROT kontinuierlich steigt.
Governance und Stimmrechte
xTAROT-Inhaber verfügen in der Regel über verstärkte Governance-Rechte. In Governance-Prozessen kann das Stimmgewicht entweder:
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proportional zur Menge an gehaltenem xTAROT gewichtet werden,
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oder durch Bonusmechanismen gegenüber einfachem TAROT bevorzugt werden.
Dies führt zu einer verstärkten Dezentralisierung und erhöht den Einfluss langfristiger Teilnehmer am Protokoll.
Vorteile von xTAROT
1. Passives Einkommen
xTAROT generiert automatisch Erträge aus dem Protokollbetrieb. Nutzer müssen keine Vaults aktiv verwalten oder Positionen umschichten.
2. Anreiz zur langfristigen Beteiligung
Da sich der Wechselkurs zugunsten der xTAROT-Inhaber entwickelt, wird langfristiges Halten überproportional belohnt.
3. Beteiligung an Protokollwachstum
xTAROT repräsentiert einen stetig wachsenden Anteil am ökonomischen Erfolg von Tarot.
4. Steuerung der Governance durch aktive Teilnehmer
Nur wer bereit ist, TAROT zu staken, erhält volles Stimmrecht – das fördert verantwortungsbewusste Entscheidungen.
Risiken und Einschränkungen
1. Marktpreisrisiko von TAROT
Da xTAROT an TAROT gebunden ist, ist der wirtschaftliche Wert indirekt vom Preis des TAROT-Tokens abhängig. Ein Kursverfall wirkt sich negativ auf die reale Kaufkraft aus, auch wenn der Wechselkurs wächst.
2. Eingeschränkte Liquidität
xTAROT ist nicht frei handelbar. Für kurzfristige Liquiditätsbedarfe muss der Nutzer den Rücktausch in TAROT abwarten (ggf. mit zeitlicher Verzögerung, falls ein Exit-Delay definiert ist).
3. Governance-Konzentration
Große xTAROT-Positionen können übermäßige Kontrolle auf Governance-Prozesse ausüben, sofern kein effektives Abstimmungssystem besteht.
4. Abhängigkeit von Protokolleinnahmen
Sinkt die Nutzung von Tarot oder verringern sich die Einnahmen, stagniert der Wertzuwachs von xTAROT.
Vergleich mit ähnlichen Staking-Modellen
| Protokoll | Staking-Token | Ertragsquelle | Handelbarkeit | Governance-Funktion |
|---|---|---|---|---|
| Tarot | xTAROT | Gebühren aus Lending & Farming | nein | ja |
| SushiSwap | xSUSHI | Handelsgebühren | nein | ja |
| Curve Finance | veCRV | Gebühren, Boosts | nein | ja |
| Beefy Finance | BIFI Maxi | Gebühren aller Vaults | nein | ja |
xTAROT folgt dem gleichen Prinzip wie diese Modelle, ist jedoch speziell auf den Tarot-Mechanismus mit gehebeltem Yield Farming und Lending zugeschnitten.
Fazit
xTAROT ist ein durchdachtes Staking-Modell innerhalb des Tarot-Protokolls, das langfristiges Engagement belohnt, Governance dezentralisiert und gleichzeitig eine effiziente Beteiligung an Protokolleinnahmen ermöglicht. Durch den automatischen Wertzuwachs im Verhältnis zu TAROT entsteht ein wirtschaftlicher Anreiz zur Bindung an das Protokoll, ohne dass komplexe Strategien erforderlich sind. Auch wenn xTAROT nicht frei handelbar ist, bietet es für langfristig orientierte Nutzer eine attraktive Möglichkeit zur Ertragsgenerierung mit vergleichsweise geringer operativer Komplexität – verbunden mit echter Governance-Beteiligung im DeFi-Ökosystem von Fantom.