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35 Euro je Aktie

ANTA steigt zum größten PUMA-Aktionär auf 07.10.2026, 13:25 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
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Für 35 Euro je Aktie hatte ANTA Sports im Januar das Aktienpaket der Familie Pinault an PUMA gekauft – an der Börse kostet das Papier auch nach dem Vollzug des Geschäfts nur gut 22 Euro. Am Mittwoch meldete der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach den Abschluss: Der chinesische Konzern hält nun den Anteil von 29,06 Prozent, der zuvor bei der Pinault-Holding Artémis lag, und ist damit größter Aktionär. Die PUMA-Aktie legte zuletzt um 2,2 Prozent auf 22,51 Euro zu.

Artémis räumt nach fast zwei Jahrzehnten das Feld

Mit dem Verkauf endet die lange Phase, in der die französische Unternehmerfamilie Pinault den Kurs bei PUMA maßgeblich begleitet hat. Das Gesamtvolumen des im Januar vereinbarten Geschäfts lag bei rund 1,5 Milliarden Euro, der Preis je Aktie damals knapp 62 Prozent über dem letzten Schlusskurs vor der Bekanntgabe. PUMA-Chef Arthur Höld wertet den Einstieg als Vertrauensbeweis in Strategie und Management; Ziel bleibe, zu den drei führenden Sportmarken der Welt aufzuschließen.

Der Abschluss fällt in eine Phase, in der die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und China angespannt sind. Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass die EU Berichten zufolge Einfuhrbeschränkungen für chinesische Hybridautos vorbereitet. Mit ANTA steht nun ein Großaktionär hinter PUMA, der im chinesischen Markt fest verankert ist.

ANTA sichert PUMA Unabhängigkeit zu

Nach Unternehmensangaben soll PUMA weiterhin als eigenständig geführtes Unternehmen arbeiten. ANTA habe zugesichert, Markenidentität, Unternehmenskultur und unabhängige Führung zu respektieren, hieß es. Pläne für eine vollständige Übernahme gebe es derzeit nicht, hatte der Konzern bei der Ankündigung im Januar erklärt.

ANTA ist seit 2007 in Hongkong börsennotiert und führt bereits ein breites Markenportfolio, darunter FILA in China, Descente, Kolon Sport und Jack Wolfskin. Zudem ist der Konzern größter Anteilseigner von Amer Sports. Wo sich die Stärken beider Seiten ergänzen könnten, wollen die Partner nun ausloten.

Kurs bleibt weit unter dem Kaufpreis

Trotz des Plus am Mittwoch liegt die Aktie rund 36 Prozent unter dem Preis, den ANTA gezahlt hat. Im Zwölfmonatsvergleich schwankte das Papier zwischen 15,35 und 29,61 Euro. Der Abstand spiegelt vor allem den laufenden Umbau wider: Im zweiten Quartal sank der Umsatz um rund 10 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, der bereinigte operative Verlust weitete sich auf 41,9 Millionen Euro aus.

Für 2026 rechnet das Management mit einem Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und einem operativen Verlust von 50 bis 150 Millionen Euro einschließlich Umbaukosten. Rund 1.400 Stellen sollen wegfallen. Im dritten und vierten Quartal könnte sich die Lage schrittweise bessern, ab 2027 strebt PUMA wieder nachhaltiges Wachstum an.

Bewegung gibt es auch abseits von ANTA: Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hat Morgan Stanley die Schwelle von 5 Prozent der Stimmrechte aus Aktien überschritten und kommt einschließlich Finanzinstrumenten auf 9,31 Prozent.

Bn-Redaktion/sb
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