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BASF und Evonik

Übernahmepoker geht in die nächste Runde 14.10.2026, 16:49 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Evonik
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BASF könnte Angebot erhöhen

BASF ist laut mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen grundsätzlich bereit, über ein höheres Angebot für Evonik zu sprechen. Voraussetzung soll allerdings eine Prüfung der Unternehmensunterlagen sein. Damit könnten die bislang genannten 22,15 Euro je Evonik-Aktie noch nicht das letzte Wort sein. Ein verbindliches neues Angebot liegt bislang jedoch nicht vor. BASF hatte bereits Ende September offiziell bestätigt, sich in Sondierungen mit Evonik und der RAG-Stiftung zu befinden.

Erste Offerte wurde zurückgewiesen

Der bisherige Vorstoß soll Evonik mit insgesamt rund 10,3 Milliarden Euro bewertet haben. Einschließlich Schulden hätte sich daraus ein Unternehmenswert von rund 14 Milliarden Euro ergeben. Evonik wies den Preis laut Insiderberichten als zu niedrig zurück. Entscheidend dürfte nun sein, welche Bewertung BASF nach einer möglichen Prüfung der Bücher für angemessen hält und ob daraus tatsächlich ein formelles Übernahmeangebot entsteht.

RAG-Stiftung besitzt rund 44 Prozent

Eine Schlüsselposition nimmt die RAG-Stiftung ein. Sie hält aktuell rund 44 Prozent der Evonik-Aktien und ist damit mit Abstand größter Anteilseigner. Das Kuratorium der Stiftung hat sich bereits mit dem Übernahmeinteresse von BASF beschäftigt. Über die konkreten Inhalte und Ergebnisse dieser Beratungen machte die Stiftung allerdings keine Angaben. Eine Zustimmung oder Ablehnung des kolportierten Preises von 22,15 Euro je Aktie lässt sich daraus daher nicht ableiten.

Beschäftigungsschutz könnte bestehen bleiben

Neben dem Kaufpreis spielen auch Arbeitsplätze und Standorte eine wichtige Rolle. Laut Insiderberichten wäre BASF bereit, bestehende Vereinbarungen zum Schutz von Beschäftigung und Standorten bei Evonik einzuhalten. Bei Evonik sind betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland bis 2032 ausgeschlossen. BASF selbst hat diese Angaben bislang nicht bestätigt. Entsprechende Zusagen könnten bei möglichen weiteren Verhandlungen dennoch zu einem wichtigen Bestandteil eines Zusammenschlusses werden.

BASF-Aktie legt deutlich zu

An der Börse sorgt die neue Übernahmefantasie für Bewegung. Die BASF-Aktie stieg am Mittwoch zeitweise auf rund 52,56 Euro. Auch Evonik legte im Tagesverlauf zu und erreichte zeitweise etwa 21,72 Euro. Damit blieb die Aktie weiterhin unter dem bislang genannten Preis von 22,15 Euro. Für Anleger richtet sich der Blick nun darauf, ob aus den bisherigen Sondierungen ein höheres verbindliches Angebot von BASF hervorgeht.

Bn-Redaktion/tb
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