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Goldpreis unter Spannung

Zinshoffnung trifft auf starken Dollar 05.10.2026, 15:40 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gold
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Gold-Futures steigen wieder deutlich

Die Gold-Futures legten am Montag zeitweise um rund 0,7 Prozent auf 4.189,60 US-Dollar je Feinunze zu, umgerechnet rund 3.750 Euro. Der Spotpreis stieg zugleich auf rund 4.155,78 US-Dollar, umgerechnet rund 3.725 Euro. Damit stabilisiert sich Gold nach dem Rücksetzer vom Freitag. Zuletzt hatten die Futures bei rund 4.162 US-Dollargeschlossen und dabei knapp 1 Prozent verloren.

Fed-Erwartungen geben dem Goldpreis Rückenwind

Unterstützung kommt vor allem von veränderten Zinserwartungen. Nach schwächeren US-Konjunkturdaten rechnen die Märkte inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 20 Prozent mit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober. Zuvor hatte die Wahrscheinlichkeit noch bei rund 40 Prozent gelegen. Niedrigere Zinserwartungen sind grundsätzlich positiv für Gold, da das Edelmetall selbst keine laufenden Zinsen abwirft.

Starker Dollar bremst die Erholung

Gleichzeitig bleibt der starke US-Dollar ein Belastungsfaktor. Da Gold international überwiegend in Dollar gehandelt wird, verteuert eine festere US-Währung das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums. Deshalb fällt die aktuelle Erholung trotz sinkender Zinserwartungen vergleichsweise moderat aus. Auch die hohen Renditen am US-Anleihemarkt erhöhen die Konkurrenz für Gold, weil verzinste Anlagen dadurch attraktiver werden.

Hohe Renditen verlieren ihren Schrecken

Bemerkenswert ist, dass Gold trotz stark gestiegener Anleiherenditen vergleichsweise stabil bleibt. Die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen befinden sich auf Mehrjahreshochs, während Gold im laufenden Jahr dennoch nur rund 4 Prozent verloren hat. Käufe von Zentralbanken sowie die Nachfrage nach Absicherung gegen geopolitische und finanzielle Risiken stützen den Markt. Dadurch hält sich der Goldpreis weiterhin klar über 4.000 US-Dollar, umgerechnet rund 3.585 Euro.

Diese Marken werden jetzt wichtig

Kurzfristig richtet sich der Blick auf die Marke von 4.100 US-Dollar, umgerechnet rund 3.675 Euro, die als wichtige Unterstützung gilt. Auf der Oberseite liegt ein möglicher Widerstandsbereich um 4.230 US-Dollar, umgerechnet rund 3.790 Euro. Damit bleibt Gold zwischen hohen Renditen, starkem Dollar und sinkenden Zinserwartungen gefangen. Entscheidend dürfte sein, welche dieser Kräfte in den kommenden Handelstagen die Oberhand gewinnt.

Bn-Redaktion/tb
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