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Neues Ziel für 2030

Telekom will per KI Milliarden einsparen 05.10.2026, 11:34 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Die Deutsche Telekom hat ein deutlich höheres Sparziel ausgegeben. Durch Künstliche Intelligenz und Automatisierung sollen die indirekten jährlichen Kosten im Konzern bis 2030 um rund 2,5 Milliarden Euro unter das Niveau von 2023 sinken, teilte der DAX-Konzern anlässlich seines KI-Investorentags mit. Die Aktie reagiert gelassen: Vorbörslich kaum bewegt, legte sie bis zum späten Vormittag um rund 0,4 Prozent auf 26,70 Euro zu.

Sparziel steigt von 1,1 auf 2,5 Milliarden Euro

Bislang hatte die Telekom für 2027 Bruttoeinsparungen von 1,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das neue Ziel reicht drei Jahre weiter und fällt mehr als doppelt so hoch aus. Die Prognose für das laufende Jahr und die mittelfristigen Ziele bestätigte der Konzern zugleich. Auf Aktionärsseite stößt der Kurs auf Zustimmung – allerdings mit hörbarer Ungeduld:

Endlich setzt die Telekom künstliche Intelligenz ein, um Milliarden einzusparen.

Wie viel davon am Ende tatsächlich im Ergebnis ankommt, dürfte sich erst in den kommenden Jahren zeigen – die Zielmarke liegt gut vier Jahre entfernt, und gemessen wird sie am Kostenniveau von 2023.

Chatbot übernimmt Millionen Kundenanrufe

Eingesetzt wird KI nach Konzernangaben vor allem dort, wo viel wiederkehrende Arbeit anfällt: im Netzbetrieb, im Kundenservice, in der Softwareentwicklung und in der Verwaltung. Im ersten Halbjahr hat ein Chatbot bereits rund 2,6 Millionen Anrufe im Kundenservice übernommen. In den USA sank die Zahl der Anrufe beim Kundenservice um 55 Prozent, KI-Agenten bearbeiten dort inzwischen 40 Prozent der Kundenkontakte. Zudem soll KI Auslastungsspitzen im Mobilfunknetz früher erkennen und beim Ablösen älterer IT-Systeme helfen.

KI-Umsatz soll sich mehr als verdreifachen

Neben der Kostenseite rückt die Telekom das Geschäft mit KI in den Vordergrund. Außerhalb der USA soll der KI-bezogene Umsatz mit Unternehmenskunden von rund 250 Millionen Euro in diesem Jahr auf 800 Millionen Euro bis 2030 steigen. Auch bei Privatkunden sollen neue Dienste wachsen, etwa die Live-Übersetzung von Gesprächen im Mobilfunk.

Aktie hält sich gegen den schwachen Markt

Mit dem leichten Plus stemmt sich das Papier gegen den Gesamtmarkt: Der DAX notiert zur gleichen Zeit rund 0,4 Prozent im Minus bei gut 25.190 Punkten. Auf Wochensicht hat die Telekom-Aktie rund 1 Prozent abgegeben, binnen eines Jahres sind es gut 8 Prozent. Vom Jahreshoch bei 33,81 Euro ist das Papier damit gut ein Fünftel entfernt. Ob die neuen KI-Ziele diesen Abstand verringern könnten, dürfte vor allem davon abhängen, wie schnell die angekündigten Einsparungen sichtbar werden.

Bn-Redaktion/sb
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