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Oracle unter Druck

Anleger verlieren die Geduld – Abverkauf droht 09.10.2026, 07:41 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Oracle unter Druck: Anleger verlieren die Geduld – Abverkauf droht
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Finanzierbarkeit des KI-Wachstums bereitet Anlegern Sorgen

Den meisten Tech-Konzernen gelang es bis vor einiger Zeit noch, ihr Wachstum aus den sprudelnden Cashflows zu finanzieren. Diese Zeiten sind mittlerweile vorbei. Die Summen, die in neue KI-Infrastruktur gesteckt werden müssen, sind immens und können nicht mehr aus den Cashflows gestemmt werden. Andere Finanzierungsmöglichkeiten müssen her. Nicht zuletzt spielen dabei Kredite eine große Rolle. In Zeiten steigender Zinsen ist das ein riskantes Spielchen.

Einen stark gestiegenen Kapitalbedarf bei gleichzeitig sinkenden free cash flows wies auch Oracle im aktuellen Quartalsbericht aus. So fiel der free cash flow mit -5,396 Mrd. US-Dollar im Berichtszeitraum deutlich negativ aus, nach -0,362 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Während Oracle den Kapitalbedarf im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026 mit „nur“ 8,502 Mrd. US-Dollar bezifferte, waren es nunmehr 28,499 Mrd. US-Dollar.

Chartanalyse

Aktuelle Analystenstimmen

Die Analysten von Bernstein Research bleiben in Bezug auf die Kursperspektiven für Oracle weiterhin sehr bullisch. Sie bestätigten ihr Votum „outperform“ für die Aktie. Das Kursziel setzen sie mit bemerkenswerten 325 US-Dollar an. Zur Stunde notiert die Oracle-Aktie bei bescheidenen 135 US-Dollar. Deutlich zurückhaltender sind die Analysten der DZ Bank. Sie bestätigten zwar ihre Einstufung „kaufen“. Den fairen Wert für die Aktie reduzierten sie jedoch von 280 US-Dollar auf 225 US-Dollar.

Chartcheck Oracle: Auch ein Abverkauf ist nicht auszuschließen

Dominierende Abwärtstrends, eine fallende 200-Tage-Linie -  die charttechnische Konstellation der Oracle-Aktie (WKN: 871460 | ISIN: US68389X1054 | Ticker-Symbol: ORC) könnte besser sein. Zudem steht die eminent wichtige Unterstützungszone von 135 US-Dollar unter Druck. Sollte die Zone dem Druck nicht standhalten können, ist auch ein dynamischer Rücksetzer auf 115 US-Dollar nicht auszuschließen. Dort liegt das markante Tief aus dem Juli dieses Jahres. Ein Rücksetzer unter die 115 US-Dollar würde wiederum eine Neubewertung notwendig machen. Um das Chartbild nachhaltig zu stabilisieren, muss es für die Oracle-Aktie über die 160 US-Dollar gehen.

Bn-Redaktion/mt
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