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Äpfel günstiger trotz Trockenheit - Bauern unter Druck 31.08.2026, 05:54 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Äpfel, das beliebteste Obst in Deutschland, sind trotz des trockenen Sommers aktuell deutlich günstiger als im Vorjahr. Die Verbraucher hätten in der dritten Augustwoche durchschnittlich 2,20 Euro je Kilogramm für Äpfel in den Supermärkten und Discountern ausgegeben, sagte Bereichsleiter Michael Koch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft.

Damit habe der durchschnittliche Verbraucherpreis in Deutschland um 10 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres gelegen. Hintergrund sei, dass aktuell noch Äpfel aus der Ernte 2025 vermarktet würden und das Angebot vergleichsweise groß sei. Die Verbraucher profitierten von niedrigeren Preisen, für die Erzeuger sei die Situation dagegen eher schwierig, erklärte Koch.

Auch Zwetschgen günstiger

Mit dem Übergang zur neuen Apfelernte werde sich zeigen, wie groß das Angebot ausfalle und wie sich dies auf die Preise auswirke. Auch bei Zwetschen hätten die Verbraucher jüngst knapp 10 Prozent weniger ausgegeben als im Vorjahreszeitraum. Das habe nicht nur mit der deutschen Ernte zu tun, sondern auch mit der etwas stärkeren Konkurrenz durch Zwetschen aus Südosteuropa.

Apfelernte angelaufen

Nach Angaben des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer ist die Apfelernte in der Region angelaufen. "Unsere Böden liefern immer Feuchtigkeit nach, so dass die Früchte keinen Trockenstress haben", sagte Präsident Georg Boekels. Die Äpfel seien groß genug. "Das wird eine schöne Ernte." Die Situation sehe aber innerhalb Deutschlands unterschiedlich aus.

Kritik am Handel

Der Verbandspräsident kritisierte den Handel, der lange an der Ernte 2025 festgehalten habe. Hohe Lagerkosten gingen zulasten der Landwirte. "Wir haben Ware genug und wir warten darauf, dass wir sie zu vernünftigen Preisen an den Mann bringen können", sagte Boekels. Nur in der direkten Vermarktung auf dem Hof und Wochenmarkt könnten die Bauern die Preise selbst gestalten.

Vorläufiger Erntebericht

NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) und der Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Karl Werring, wollen heute über Ernteergebnisse informieren. Die Rheinische Erzeugergemeinschaft Kartoffeln hatte bereits auf Witterungsfolgen hingewiesen: Auf Flächen ohne künstliche Bewässerung sei der Anbau schwierig gewesen. Das Angebot sei knapper.

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