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AfD an den Urnen deutlich stärker als bei Briefwählern 07.09.2026, 14:31 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die AfD hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bei der Urnenwahl deutlich besser abgeschnitten als bei der Briefwahl. Aus dem vorläufigen Ergebnis geht hervor, dass die Partei rechnerisch ohne Briefwähler eine absolute Mehrheit der Sitze im Landtag geholt hätte.

Bei Wählern, die in den Wahllokalen ihre Stimme abgaben, kommt die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestufte Partei auf 51,2 Prozent der Stimmen. Bei der Briefwahl entfielen nur 24,3 Prozent der gültigen Stimmen auf die AfD. Sie liegt dort gleichauf mit der CDU, für die sich ebenfalls 24,3 Prozent der Briefwähler entschieden. In den Wahllokalen wählten hingegen nur 14,5 Prozent die Partei von Ministerpräsident Sven Schulze.

Insgesamt kommt die AfD laut dem vorläufigen Ergebnis auf 43,8 Prozent und 39 Sitze im neuen Landtag. Für eine eigene Mehrheit sind 42 Sitze nötig. Die CDU stürzte von 37,1 Prozent bei der Landtagswahl 2021 auf nur noch 17,2 Prozent ab.

AfD-Politiker haben vor der Wahl und in den vergangenen Jahren wiederholt und meist ohne konkrete Belege Zweifel an der Sicherheit und Rechtmäßigkeit der Briefwahl geäußert und ihre Anhänger dazu aufgerufen, nur vor Ort zu wählen. Wahlforschern zufolge fallen die Briefwahlergebnisse der Partei auch deshalb schlechter aus als die der Urnenwahl.

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