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AfD-Fraktionschef

'bedauernswert, dass wir die Briten verloren: haben' 23.06.2026, 13:34 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Auch zehn Jahre nach dem Referendum zum Austritt aus der EU bedauert die AfD, dass die Briten die EU mit dem Brexit verlassen haben. "Das ist bedauernswert, dass wir die Briten verloren haben", sagte Bernd Baumann, erster Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, in Berlin. "Die gehören zu Europa eigentlich dazu." Auf die Frage nach Lob der AfD für den Brexit in der Vergangenheit beteuerte Baumann: "Also diesen Brexit haben wir gar nicht sozusagen bejubelt oder sonst irgendwas".

"Wir sind die mit Abstand größten Europafreunde", betonte Baumann. Es gebe jedoch einen Unterschied zwischen der EU und Europa. "Das eine ist die EU, das heißt eine Organisation innerhalb Europas, die wir für ineffizient und nicht funktionsfähig halten und die wir im Kern ändern wollen. Das andere ist Europa. Europa, die europäischen Völker, die europäischen Nationen. Wir sind Europäer." Man sei weder Europagegner noch europafeindlich, sagte Baumann.

AfD lobte in Vergangenheit mehrfach den Brexit

In der Vergangenheit hatte die AfD den Brexit vor allem gelobt. So schrieb Beatrix von Storch, damals Bundessprecherin der AfD und heute AfD-Fraktionsvize, kurz nach dem EU-Austritt der Briten Anfang 2020 auf der Plattform X: "Der Brexit ist der Beweis dafür, dass Wahlen etwas verändern können. Referendum 2016 gewonnen, in Parlamentswahl 2019 fulminant bestätigt. Keine andere europapolitische Entscheidung ist demokratisch so stark legitimiert. Ein Triumph der Demokratie."

Als Großbritannien nach dem EU-Austritt im Januar zum Jahresende 2020 auch den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen hatte, lobte Alexander Gauland, Parteimitgründer, damaliger AfD-Fraktionsvorsitzender und heute AfD-Ehrenvorsitzender den "erfolgreichen Brexit". "Großbritannien hat nun seine volle Souveränität zurückerlangt und kann im Wettbewerb mit der zusehends von der Bürokratie gelähmten EU beweisen, dass diese in ihrer derzeitigen Verfassung alles andere als alternativlos ist", sagte Gauland.

Ende 2019 sagte Tino Chrupalla, damaliger Bundessprecher und heute Fraktionschef nach dem Votum der britischen Wähler für den Brexit-Kurs des konservativen damaligen Premierministers Boris Johnson: "Dieses Wahlergebnis macht Hoffnung für die weitere Revitalisierung der Demokratien in ganz Europa."

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